Kino-Pläne in Rotenburg

Vier Standorte im Blickfeld

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Der Kino-Investor hat vor allem ein Auge auf dieses Gelände hinter dem ehemaligen Haus der Rundschau geworfen. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Entschieden ist noch nichts. Und bis der erste Film auf der Leinwand eines neuen Kinos in Rotenburg läuft, werden mit Sicherheit noch rund vier Jahre vergehen. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) tritt ganz bewusst auf die Euphoriebremse, ist und bleibt aber weiter dran an dem Thema. Immerhin: Die Gespräche mit einem möglichen Investor laufen – und der hat sich auch schon mit möglichen Standorten in der Kreisstadt beschäftigt.

Vielen Rotenburgern ist das verwilderte Grundstück an der Mühlenstraße ein Dorn im Auge. Kommt dort ein Kino hin?

Aus Sicht des Kino-Betreibers, der in Rotenburg ein neues Lichtspielhaus bauen möchte, kommen zurzeit vier in der Innenstadt gelegene Flächen infrage. Da wäre das seit vielen Jahren brachliegende Haake-Grundstück an der Mühlenstraße (gegenüber des Schnellrestaurants), der jetzige Parkplatz hinter dem Sozialkaufhaus „Karo“ an der Bergstraße / Auf dem Sande und das Areal hinter dem „Dänischen Bettenlager“ am Mittelweg. Priorität genießt hingegen das große Grundstück hinter dem ehemaligen „Haus der Rundschau“ an der Glockengießerstraße, erklärt Andreas Weber in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. 

Grund: „Dort sind Gastronomie und Handel bereits vorhanden, das Grundstück liegt mitten in der Innenstadt.“ Ein Kino in diesem Bereich würde außerdem zu einer deutlichen Belebung führen, wovon am Ende auch der Handel in diesem Bereich profitieren könnte. Fest stehe: „Der Betreiber plant definitiv einen Neubau.“

Ist eine Realisierung möglich?

Dieser Parkplatz hinter dem Kaufhaus Rotenburg wäre eine weitere Alternative als Standort für ein neues Kino.

In den laufenden Gesprächen mit den Beteiligten gehe es jetzt um die Frage, ob und wie ein solches Projekt realisiert werden kann. Der Kino-Betreiber, der bereits an zahlreichen Standorten in ganz Norddeutschland mit Kinos am Markt ist, hatte im Vorfeld eine Analyse vorgenommen und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in Rotenburg das Potenzial vorhanden sei. „Aber das alles geht nicht so schnell, es braucht eine ausgewogene Planung“, ergänzt der Bürgermeister. Es zeichne sich ab, dass ein neues Kino mit drei oder vier Sälen ausgestattet sein müsste. Eine Kooperation mit dem Stadtkino beziehungsweise mit dem Landkino der Kultur-initiative Rotenburg (Kir) werde es aber aller Voraussicht nach nicht geben. Sowohl der Investor als auch die Macher des Stadtkinos seien nicht daran interessiert, dass das Stadtkino mit in einen Neubau einzieht. Vor diesem Hintergrund keimen die Überlegungen wieder auf, für das Stadtkino einen neuen Standort zu suchen. 

Das ist die Kesselhalle.

„Es soll mittelfristig raus aus dem Provisorium in der Aula der Stadtschule“, so Weber. Zuletzt hatte es Gespräche darüber gegeben, die alte Kesselhalle auf dem Kalandshof der Rotenburger Werke dafür zu nutzen. „Die bleibt nun auch weiter im Gespräch.“ Sollte es aber tatsächlich zum Bau eines professionellen Kinos kommen, müsste sich das Stadtkino mit seinem Programm langfristig neu aufstellen. Weber sei mit den Beteiligten auch in dieser Sache in engem Kontakt. Ein ganz wesentlicher Punkt in diesen Gesprächen sei die Frage der Finanzierung. „Vielleicht sind auch Fördergelder dafür zu bekommen“, so Weber. Das alles müsse genau geprüft werden. Seine Devise „Wir müssen das sehr sachlich und vor allem bescheiden angehen.“

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