Ratsgymnasium: Experten stellen Ausbildungsmöglichkeiten vor

Viele Wege führen zum Erfolg

Friedrich Leefers (v.l.), Friedhelm Horn, Frank Westermann (Hotelbesitzer), Iris Rehder, Kurt Meyer, (Obermeister), Ralf Klatt, Ernst-Ulrich Pfeifer (Kreishandwerkerschaft), Marei Pankow und Heiko Kehrstephan informierten in der Aula des Ratsgymnasiums. - Fotos: go

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das Rotenburger Ratsgymnasium ist seiner Aufgabe als ausgezeichnete Leuchtturmschule für Berufsorientierung in Niedersachsen gerecht geworden. Gemeinsam mit Experten aus Industrie, Handel und Handwerk informierten die Verantwortlichen am Mittwochabend in der Aula ihre Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 und deren Eltern über Möglichkeiten und Perspektiven in Ausbildungsberufen.

Damit will die Schule einen bestmöglichen Bildungsweg ermöglichen. Die Schule will sich mit diesen Aktionen dem Wandel in der Gesellschaft anpassen und den jungen Menschen unterschiedliche Wege zum beruflichen Erfolg aufzeigen.

Gymnasiallehrer Friedhelm Horn stellte zu Beginn der Veranstaltung fest, dass auf der einen Seite immer mehr junge Menschen in ihrem Studium scheitern, aber auf der anderen Seite in Ausbildungsberufen ein Mangel an qualifizierten Fachkräften herrschte. „Das muss geändert werden“, so Horn. Daher hätten sich die Schule und Unternehmen der Region zusammengetan, um Gymnasiasten von den Vorteilen einer dualen Ausbildung oder einem dualen Studium zu überzeugen. Im Vorfeld dieses Informationstages hatte sich eine Expertenrunde im Ratsgymnasium getroffen. Diese ist unter anderem zum Ergebnis gekommen, dass durch Info-Veranstaltungen das Interesse, neue Wege zu beschreiten, geweckt wird.

Schulleiterin Iris Rehder betonte, dass sie damit bei den Schülern den Blick dafür schärfen will, dass neben dem akademischen Weg mit Studium weitere Perspektiven für das Besteigen einer Karriereleiter auch mit einer dualen Ausbildung in Unternehmen der Industrie, des Handwerks und dem Handel möglich ist.

Friedhelm Horn (r.) und Friedrich Leefers zeigen neue Wege auf.

Das bestätigte der Rotenburger Kreishandwerksmeister Friedrich Leefers, der einige Ausbildungsmöglichkeiten aufzeichnete. Er berichtete von den großen Nachwuchssorgen in den Branchen und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften. „Ich hoffe, dass sich einige von Ihnen, die sich heute Abend informieren, während eines Praktikums sowie in Gesprächen mit der Kreishandwerkerschaft von diesem Weg zum Erfolg überzeugen lassen“, so Leefers. Der Ausbildungsberater der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Ralf Klatt, schlug in die gleiche Kerbe und betonte, dass sich die Schüler nicht von Außen beeinflussen lassen sollten. Jeder müsse das tun, wozu er Lust habe und wo seine Talente liegen. Das Abitur biete in den Ausbildungsberufen die Möglichkeit, die Lehrzeit um zwölf Monate zu verkürzen. Die dann abgeschlossene Lehre könne eine Basis für ein anschließendes Studium für viele Berufe wie zum Beispiel in der Bauwirtschaft oder im Kraftfahrzeug- und Maschinenbaubereich sein.

Bei guten Abschlüssen der Gesellenprüfungen winken bis zu 6 000 Euro. Das bestätigte auch die Vertreterin der Industrie- und Handelskammer Stade, Marie Pankow. Eine Ausbildung in der Industrie und dem Handwerk mit der Anrechnung des Abiturs auf die Lehrzeit sei deckungsgleich. „Sie sollten einmal über den Tellerrand hinausschauen und werden sehen, dass eine erfolgreiche Karriere auch ohne Studium möglich ist.“ Sie zeigte auf, dass ein Fachwirt, Meister oder Fachkaufmann einem Bachelorstudium und ein Technischer- oder Kaufmännischer Betriebswirt einem Master-Studium im deutschen Bildungssystem gleichgestellt ist. Heiko Kehrstephan, Chef des Rotenburger Wirtschaftsforums machte sich für ein duales Studium stark. „Drei Tage wird im Betrieb ausgebildet und zwei Tage studiert. Das klappt wunderbar“, berichtete er aus seiner Erfahrung.

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