Der Herbsttrend: Toller September, durchschnittlicher Oktober, milder November

Spätsommer auf Rekordjagd

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Die Senffelder in der Region leuchten in der kommenden Woche weiter in der Sonne. 

Rotenburg - Hitze im Herbst? War der Sommer wettermäßig noch etwas mager, geht der September jetzt noch einmal in die Vollen. Schon an diesem Wochenende kann man sich auf warme Temperaturen und Sonnenschein freuen. Und danach wird es sogar noch sommerlicher, weiß unser Wettermann Reinhard Zakrzewski. Vielleicht gibt es sogar einen Rekord.

Kaum zu glauben: Nach dem vergleichsweise etwas kühleren Wochenende legt der Spätsommer in der neuen Woche noch eine Schippe drauf. Voraussichtlich bis zum Freitag fließt subtropische Warmluft nach Norddeutschland. Atlantiktiefs haben keine Chance. Entsprechend wird sich auch die Trockenheit ungehemmt verschärfen. Nach 30 Grad Celsius am Montag könnte es am Dienstag mit rund 31 Grad örtliche neue Tages-, Dekaden- oder sogar Septemberrekorde geben. Ob Richtung kommendes Wochenende der große Absturz kommt, ist noch sehr unsicher.

Großwetterlagen ändern sich kaum

Eine Schönwetterperiode Anfang September ist nichts Ungewöhnliches, in einer solchen Intensität und Dauer wie derzeit allerdings extrem selten. Zur klimatischen Einordnung lohnt ein Blick auf den Juli. Im Hochsommer sind die Temperaturgegensätze zwischen dem Polargebiet und den Subtropen am geringsten und die Westwindströmung über dem Nordatlantik nur schwach ausgeprägt. Entsprechend ändern sich die Großwetterlagen über viele Wochen hinweg nur wenig. Ende August werden die Karten aber neu gemischt. Die Temperaturunterschiede über dem Atlantik werden größer und die Westwinde springen wieder an. Dabei kommt das Windband zunehmend ins Schlingern. Über dem Kontinent bilden sich dann gerne stabile Hochdruckgebiete, die uns den warmen Nachsommer bringen.

Voller Sommermonat

Typisch für diese Jahreszeit ist eine Hochdruckzone, die sich von den Azoren über Mitteleuropa bis nach Russland erstreckt. Wenn sich diese Konstellation über längere Zeit hält, kann aus dem September sogar ein voller Sommermonat werden – wie zuletzt 2006. Damals war der September im Altkreis Rotenburg gut vier Grad zu warm und brachte acht bis neun Sommertage mit 25 Grad und mehr. Eine ähnliche Luftdruckverteilung wäre auch für den Altweibersommer günstig, der gewöhnlich in der letzten Septemberwoche vorbeischaut.

Und wie steht es um den Herbst insgesamt? Die treffsichere Wetterregel: „September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen“, lässt viel Gutes erwarten. So sieht es beispielsweise auch der Amerikanische Wetterdienst, der „Pi mal Daumen“ mit einem rund zwei Grad zu warmen, zu trockenen und sonnigen September rechnet. Nach einem derart schönen Monat schlägt das Wetter im Oktober nicht selten um. Entsprechend sagt das Jahreszeitenmodell der Amerikaner auch nur einen mittelmäßigen Oktober für Norddeutschland voraus. Doch keine Angst: Auch in diesem Fall können wir noch mit einigen milden und sonnig-goldenen Tage rechnen. Im November sind die Weichen tendenziell wieder auf zu mild gestellt. Zwischen einem intensiven Tief vor den Britischen Inseln und einem Hoch vom Mittelmeer bis nach Osteuropa wäre dann eine stramme Südwestströmung denkbar, die uns die ersten starken Stürme der Saison bringen könnte. 

rz

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