Herbstwetter in Rotenburg

Sonntag droht geringer Bodenfrost

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Einen Vorgeschmack vom guten Wetter haben wir in den vergangenen Tagen bereits bekommen, aber ganz so wird es in den kommenden Tagen nach Einschätzung unseres Wetterexperten nicht weitergehen. Es wird eher grau in grau, sagt er. 

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Von schönem Oktoberwetter kann vorläufig keine Rede sein. Grund ist ein umfangreiches und sehr stabiles Hoch über Nordeuropa, das mit nordöstlicher Strömung in Schüben polare Kaltluft zu uns lenkt. Auf ihrem Weg über die noch warme Ostsee kann sich die Luft zwar etwas mäßigen, aber auch mit Feuchtigkeit vollsaugen. Und deshalb zeigt sich der Himmel bis zum Wochenende meist eher grau in grau.

Vereinzelt fällt etwas Regen, wobei die Tageswerte höchstens 12 bis 14 Grad erreichen. Dazu weht ein böiger nordöstlicher Wind, durch den sich die Luft noch kälter anfühlt. Am Sonntag droht bei längerem Aufklaren örtlich sogar geringer Bodenfrost.

Wie es derzeit aussieht geht es auch in der kommenden Woche mit dem unterkühlten Herbstwetter weiter. Ein sogenannter Kaltlufttropfen aus Osten ist die Ursache. Dieser nur in höheren Luftschichten ausgebildete Störenfried ist nur schwer vorherzusagen. Im ungünstigsten Fall stünde uns eine nasskalte Woche mit knapp einstelligen Höchstwerten bevor und in Richtung Monatsmitte wären in sternklaren Nächten sogar erst Luftfröste möglich.

Doch keine Angst: Der „Goldene Oktober“ ist noch lange nicht vom Tisch. Für diese herbstbunte Schönwetterphase um die Monatsmitte müsste sich das Skandinavienhoch allerdings nach Mitteleuropa verlagern, wofür es zurzeit noch keine Anzeichen gibt.

Im September knapp 200 Sonnenstunden

Der September war ein echter Wonneproppen. Was der Sommer versäumt hatte, holte der September nach. Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,0 bis 17,3 Grad, sieben bis acht Sommertagen (25 Grad und mehr), darunter zwei Hitzetage (über 30 Grad) und knapp 200 Sonnenstunden, lag er im Altkreis Rotenburg nicht nur auf Augustniveau, sondern zog mit den bisherigen Top-Septembern 1999 und 2006 in Sachen Sonne und Wärme gleich. Novum für einen ersten Herbstmonat war die massive Hitzewelle vom 12. bis 14. September, die zwei Hitzetage in Folge brachte. Mit Höchstwerten nahe 32 Grad wurden zwischen Rotenburg und Visselhövede flächendeckend neue Dekadenbestmarken aufgestellt. Nahezu ständiger Hochdruckeinfluss ließ – abgesehen von punktuellen Ausreißern – bestenfalls die Hälfte der normalen Regenmenge zu, wodurch sich die seit Juli anhaltende Trockenheit weiter verschärfte.

Der September in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel 17,3˚C (Abw. +3,6˚C)

Maximum 31,8˚C (13. September)

Minimum 5,6˚C (24. September)

Sommertage (Max. mind. 25˚C) 7 (normal 2)

Hitzetage (Max. mind. 30˚C) 2 (normal 0)

Niederschlag 28 mm (45% v. Soll), Visselhövede 24 mm (34% v. Soll)

Sonnenschein 193 Std. (136% v. Soll)

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