An der Rotenburger Realschule wird zurzeit die erste iPad-Klasse im Landkreis eingerichtet

Plötzlich sieht der Unterricht ganz anders aus

da kommt Freude auf: Die iPads sind da.
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da kommt Freude auf: Die iPads sind da.

Rotenburg - Von Guido Menker. Es ist ein wenig wie Weihnachten. Zwar wissen alle, was in den Paketen steckt, die auf ihren Tischen liegen, aber dennoch sind glänzende Augen und ein freudiges Strahlen zu erkennen, während die 27 Jungen und Mädchen ihre Tablet-PCs auspacken. Die iPads sind also endlich angekommen an der Rotenburger Realschule. Die komplette Klasse 7b ist damit ausgestattet worden und startet nach den Sommerferien als erste iPad-Klasse des Landkreises Rotenburg in eine Zeit, in der der Unterricht ganz anders aussieht, als es die Realschüler bislang gewöhnt waren.

Ronny Wieland, stellvertretender Schulleiter, Fachleiter Informatik und Webmaster in der Realschule, hat dieses Projekt gemeinsam mit seiner Kollegin Lavinia Glawatz, Ganztagskoordinatorin und Fachleiterin Französisch, in die Schule getragen. Sie haben sich zu Medienkompetenztrainern ausbilden lassen und auch spezielle Schulungen vom Hersteller Apple absolviert. „Wir hoffen auf mehr Begeisterung im Unterricht“, sagen die beiden Pädagogen und erinnern vor allem daran, wie wichtig es sei, die Schüler mit mehr Medienkompetenz auszustatten. Die künftige Klasse 8b werde beim Lernen neue Wege beschreiten und sich größtenteils von den typischen „Mappen“, in denen die Schüler ihr Arbeitsmaterial sammeln, verabschieden, erklärt Wieland.

Um das zu ermöglichen, ist die Stadt Rotenburg als Trägerin der Schule in Vorleistung getreten: „Wir haben unseren kompletten IT-Bereich erweitert und auch mit einem WLAN-Netz ausgestattet“, berichtet Ronny Wieland, um gleichzeitig seinen Dank dafür an Bürgermeister Detlef Eichinger loszuwerden. Der wiederum ist schwer begeistert: „Für mich ist das eine Art Pilot-Projekt. Mein Dank geht an das Kollegium, dass sich bereit erklärt hat, das mitzutragen.“ In der Tat waren eine Reihe von Vorbereitungen erforderlich – neun Lehrer waren davon zu überzeugen, den Unterricht in ihren Fächern entsprechend anzupassen. Und auch die Eltern waren mit ins Boot zu holen – schließlich finanzieren sie die Tablets monatlich über die nächsten drei Jahre.

Vor den Ferien gibt es für die Schüler noch einen ersten Einstiegskurses an zwei Tagen – nach den Ferien kann es dann richtig losgehen. In den Naturwissenschaften und auch im Bereich Musik lasse sich der Tablet-PC sehr gut nutzen, „aber auch im Sport“, so Ramona Stodal. „Da lässt sich beispielsweise der Wurf in den Basketballkorb filmen, um den genauen Ablauf später detailliert zu studieren“, schildert sie. Ihr Kollege ist Harry Stodal. Beide sind von der gemeinnützigen GmbH Mobiles Lernen Deutschland gekommen. Über diese Gesellschaft ist der Einkauf der transportablen Rechner (16 GB Festplatte, WiFi) gelaufen. Dadurch sei es möglich geworden, die Garantie für die Geräte auf 36 Monate zu erweitern. Außerdem sicherte Mobiles Lernen zu, dass jedes Kind in der Klasse immer ein iPad hat – also auch dann, wenn es beim Sport-Unterricht oder während des Filmens beziehungsweise Fotografierens eines Physik-Versuches dann doch mal zu Schaden kommt.

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