Vier der 24 Nordpfade erhalten Bundeszertifikat „Qualitätsweg Traumtour“

Rotenburg wandert an die Spitze

Die Vertreter der vier „betroffenen“ Gemeinden und die Mitarbeiter des Touristikverbandes Rotenburg (Tourow) präsentieren stolz die Urkunden für die vier ausgezeichneten Nordpfade. - Foto: Menker

Rotenburg - Flach, weit und einzigartig. Damit wirbt der Touristikverband Rotenburg (Tourow) für die 24 Nordpfade im Landkreis. Vier dieser neuen Wanderwege glänzen ab sofort mit einem weiteren, äußerst wirksamen Merkmal: Sie sind nämlich mit dem Bundeszertifikat „Qualitätsweg Traumtour – Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet worden.

Mit dieser Auszeichnung wandert der Landkreis Rotenburg im wahrsten Sinne des Wortes an die Spitze – denn von sofort an ist Niedersachsen im Internet-Portal „Wanderbares Deutschland“ hinsichtlich der Wanderregionen von besonderer Qualität kein weißer Fleck mehr. Das Zertifikat haben die Nordpfade „Hölzerbruch-Malse“ (13,4 Kilometer, Samtgemeinde Geestequelle), „Ostetal“ (11,3 Kilometer, Samtgemeinde Selsingen), „Kuhbach-Oste“ (9,6 Kilometer, Samtgemeinde Sittensen) sowie „Kempowskis Idylle“ (11,6 Kilometer, Samtgemeinde Zeven) erhalten. Es sind die ersten flachen Wanderwege in Deutschland, die nun ausgezeichnet wurden.

Nicht nur der Tourow-Vorsitzende Reinhard Brünjes, sondern auch Geschäftsführer Udo Fischer präsentierten mit einer gehörigen Portion stolz die vier Urkunden, die sie bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin bekommen und gestern Nachmittag symbolisch an die Vertreter der „betroffenen“ Samtgemeinden überreicht haben. Fischer: „Nach der Auszeichnung der 19 Qualitätsgastgeber ist damit ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Etablierung unserer Region als Wanderdestination erreicht.“

Ein Arbeitsergebnis vieler Akteure

„Wer bei Touristen und Urlaubern punkten möchte, muss kontinuierlich in die Qualität seiner touristischen Angebote investieren, hatte Staatssekretärin Daniela Behrens in ihrer Laudatio in Berlin gesagt. Die ausgezeichneten Wanderwege und auch Radregionen zeigten, wie hoch die Qualität im Norden sei.

Die Tourismus-Marketing Niedersachsen GmbH (TMN) hatte sich 2015 zum Ziel gesetzt, attraktive Tourismusangebote in Niedersachsen, die ein großes Maß an Qualität bieten, zu fördern. Dabei wurde die Nordpfade-Wanderregion gebeten, sich an dem Qualitätsprozess zu beteiligen. Der Tourow als Projektverantwortlicher der Nordpfade freute sich über das Angebot, vier seiner Wanderwege mit bis zu 20 Kilometern Länge als „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband (kurz DWV) zertifizieren zu lassen. Fischer wies gestern deutlich darauf hin, dass die Zertifizierung ein Arbeitsergebnis vieler Akteure sei. Und: Diese vier Wege stünden stellvertretend für die besondere Qualität aller 24 Nordpfade. Diese bringen es insgesamt übrigens auf eine Länge von 357 Kilometer – und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Genau das haben auch die Vertreter der Samtgemeinden gestern Nachmittag deutlich unterstrichen. Zum Beispiel Stephan Meyer, Samtgemeindebürgermeister in Geestequelle: „Ich war zu Anfang selbst skeptisch und von der Nordpfade-Idee wenig überzeugt. Inzwischen ist das anders.“ Sein Kollege Stefan Tiemann aus Sittensen stieß ins gleiche Horn: „Nicht nur Gäste, sondern die Menschen vor Ort sind begeistert.“

Reinhard Brünjes erinnerte derweil an das Gemeinschaftswerk, das hinter den Nordpfaden stecke – ähnlich wie bei den Melkhüs oder auch bei den Radwegenetzen: „Und dieses Werk ist jetzt von besonderem Erfolg gekrönt worden.“ Man sei mehrfach auf den richtigen Zug aufgesprungen. Das zarte Pflänzchen wachse weiter. Udo Fischer spricht von einem Meilenstein.

Das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ berücksichtigt die Bedürfnisse und Wünsche von Wanderern, legt deutschlandweite Standards fest und nutzt dem Tourismus. Vor der Auszeichnung gab es aber viel zu tun, um alle Kriterien zu erfüllen. Jetzt ist’s geschafft.

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