Verkehrssünder in Fußgängerzone 

Falschfahrer müssen blechen

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Die Polizei verteilt Flyer mit den Vorschriften für Radfahrer. Bürgermeister Andreas Weber (mit Fahrrad) und der Kontaktbeamte Fred Krüger (4.v.l.) sowie einige Beamte weisen darauf hin, dass Verkehrssünder sofort zur Kasse gebeten werden. 

Rotenburg - Von Heinz Goldstein.  Das Fehlverhalten von einigen Radfahrern in der Rotenburger Fußgängerzone hat die Nerven der Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der Polizei und der Fußgängern in der Rotenburger Innenstadt überstrapaziert. Ab sofort kennen die Ordnungshüter kein Pardon mehr und bitten Falschfahrer sofort zur Kasse.

Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) bringt es auf den Punkt. „Rücksicht hat Vorfahrt“. Der Grund der gemeinsamen Aktion der Stadt mit der Polizei, vermehrte Kontrollen von Radlern in der Fußgängerzone durchzuführen, sind Beschwerden von Passanten und Anliegern in der Fußgängerzone, erklärt Weber.

Falsches Befahren der Straßen

Es scheint immer noch Radler zu geben, die nicht wissen, wie man sich als Verkehrsteilnehmer in der Fußgängerzone oder beim Befahren von Einbahnstraßen, speziell in der Innenstadt, richtig verhält. Deshalb ist ein Info-Flyer der Stadt in Kooperation mit der Polizeiinspektion konzipiert worden, in dem noch einmal auf die wichtigsten Verkehrsregeln hingewiesen wird.

Nun verteilen die Ordnungshüter den Zettel mit den Tipps in der Stadt. Außerdem sind die Flyer bei der Polizei und im Info-Büro im Rathaus erhältlich. Wer sich zukünftig nicht an die Verkehrsregeln hält, muss mit Sanktionen rechnen. „Wir sprechen rigoros keine mündlichen Verwarnungen mehr aus. So kostet das Radfahren in der Fußgängerzone an allen Tagen in der Zeit von 10 bis 19 Uhr immerhin 15 Euro Strafe und das Befahren einer Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung 20 Euro“, erklärt der Kontaktbeamte Fred Krüger, der darauf hinweist, dass in nächster Zeit verstärkt Kontrollen in der City durchgeführt werden.

Ein kleiner Wink für Rollstuhlfahrer. Auch sie müssen darauf achten, dass nach Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung auf Fußgänger Rücksicht genommen wird. Sie dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren (sechs Stundenkilometer).

Darauf sollten Sie achten: Die Einbahnstraßen Kirchstraße, Große Straße, Am Wasser und Am Neuen Markt, dürfen jederzeit, aber nur in Fahrtrichtung befahren werden. Radler können die Einbahnstraßen Turm- und die Wallbergstraße jederzeit, auch in Gegenrichtung befahren. Wer sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben hält, muss halt zahlen, heißt es.

Lesen Sie auch die Kolumne „Raser in der Fußgängerzone“

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