„Dancing-Queen“ mit reichlich Chili im Blut

Motsi Mabuse in Rotenburg: So bewegt ist ihr Leben 

Motsi Mabuse nimmt sich Zeit für ihre Fans, die sie aus der TV-Show „Let’s Dance“ kennen. - Foto: Jürges

Rotenburg - Von Cathleen Jürges. Sie ist bekannt durch die Fernsehshow „Let’s Dance“ und räumte zweimal den deutschen Meistertitel im lateinamerikanischen Tanz ab. So mitreißend, wie Motshegetsi „Motsi“ Mabuse sich auf der Bühne gibt, zeigte sie sich auch am Freitagabend im Wachtelhof bei ihrer Lesung. Im Gespräch mit NDR-Moderatorin Tina Busch erzählte die Profitänzerin aus ihrem im wahrsten Sinne des Wortes bewegten Leben.

Ein herzhaftes Lachen und eine sehr bildreiche Art zu erzählen – das sind die Qualitäten, mit Mabuse ihre Zuhörer in den Bann zieht. „Chili im Blut – Lebe lieber leidenschaftlich“ lautet ihr Buchtitel, dem die gebürtige Südafrikanerin alle Ehre macht. Mit schwungvollen Gesten und angedeuteten Hüftschwüngen erzählt sie ihrer Interviewpartnerin Tina Busch, wie es zu der bemerkenswerten Tanzkarriere kam: „Mein Vater sagte immer: „Bildung ist der einzige Weg zur Freiheit“ – deshalb war eine vernünftige Ausbildung auch das Wichtigste in unserer Familie. Mein Jurastudium gab ich später trotzdem für’s Tanzen auf.“ In Durban habe sie dann ihr Schlüsselerlebnis gehabt. Es fanden Offene Meisterschaften im Tanzen statt und da wusste ich: Das will ich machen und nichts anderes!“

Motsi Mabuse wächst zur Zeit der Apartheid in Südafrika auf, eine Zeit, in der die organisierte Rassentrennung vorherrscht. Als sie ihre Leidenschaft zum Tanzen entdeckt, organisiert ihre Mutter Tanzunterricht. Mit 17 Jahren wird Motsi zum Vortanzen nach England mit ihrem damaligen Tanzpartner eingeladen – es ist das erste Mal, dass sie nach Europa geht.

„Ich war so aufgeregt. Wir kannten das ja nur aus dem Fernsehen. Und dann waren wir auf einmal in London. Wir hatten noch nie eine U-Bahn gesehen, es war so kompliziert.“

In London wurde man auf Motsis Tanzstil aufmerksam. „Plötzlich war ich exotisch! Wir haben zwar alle getanzt, aber ich habe die Musik anders erlebt in Südafrika. Die haben alle gefragt: ,Boah, was machst denn du?‘ Ich hab gesagt: ,Na, ich mache das, was ihr macht!' Aber ich hatte eine andere Art zu tanzen.“

Bei ihren Erzählungen setzt Mabuse immer wieder zu kleinen Tanzbewegungen mit Armen und Oberkörper an, man kann den Tanzsaal förmlich lebendig werden sehen.

Let’s Dance“, die Sendung über die Mabuse erst so richtig bekannt wurde, darf im Gespräch mit Tina Busch natürlich nicht zu kurz kommen. „Das war eine tolle Erfahrung. Plötzlich haben alle um mich herum mit mir nur noch über diese Show gesprochen. Du redest sogar mit der Polizei über ,Let’s Dance‘.“

Doch nun hat die 35-Jährige genug vom Fernseh-Showbusiness. Ihre Pläne für die Zukunft sind eine Tanzschule in Frankfurt (Main) zu gründen. „Ich möchte am liebsten ganze Familien zum Tanzen bewegen. Sie sollen den Alltagsstress hinter sich lassen und ihre Leidenschaft zum Tanzen entdecken. Das ist mein Ziel.“ Also das sogenannte „Chili im Blut“.

Und davon hat Motsi Mabuse genug. Warum sollte es also nicht auch für eine ganz eigene Tanzschule reichen? An Leidenschaft und Rhythmus fehlt es der südafrikanischen Tänzerin definitiv nicht.

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