Kehrmaschinen kaputt: Stadt kann Räumpflicht nicht wie erforderlich nachkommen

Radfahrer haben „dicken Hals“

Laub ohne Ende – und die Stadt kommt zurzeit nicht dagegen an. Die beiden Kehrmaschinen sind zeitgleich ausgefallen, eine davon ist wieder flott. Da wird es eng für den Bauhof. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Viele Radfahrer und auch Fußgänger in Rotenburg haben einen „dicken Hals“, wenn sie sich auf den Weg durch die Stadt machen. Wie in jedem Jahr im Herbst macht die Stadt Rotenburg nämlich auch jetzt wieder alle Grundstückseigentümer erneut auf ihre Pflicht zur Gehweg- und Straßenreinigung aufmerksam. Aber sie selbst kommt ihrer Räumpflicht nicht ausreichend nach. Uwe Knabe vom Amt für Verkehr, Entsorgung und Umweltschutz hat durchaus Verständnis für den Ärger, bittet allerdings zugleich um ein wenig Nachsicht, wenn zurzeit auf öffentlichen Wegen zu viel Laub liegen bleibt.

„Wir haben zurzeit – also pünktlich zum starken Laubfall – ein Problem mit unserer beiden Kehrmaschinen“, sagt Knabe. Eigentlich sind zwei Maschinen im Laub-Einsatz – eine große und eine kleine. Beide Geräte waren nun aber zeitgleich kaputt und mussten zur Reparatur in die Werkstatt. Die kleine Maschine ist inzwischen zurück und seitdem im Dauereinsatz. „Die läuft heiß“, bestätigt Knabe das Bemühen der Bauhof-Mitarbeiter. Die Maschine muss nun aber sowohl für die Geh- und Radwege als auch für die Straßen genutzt werden. „Und wir haben es mit sehr vielen Straßenkilometern in Rotenburg zu tun“, unterstreicht Knabe die prekäre Situation.

Immerhin: Die Stadt ist versichert

Doch damit nicht genug: Denn während des Gespräches mit der Rotenburger Kreiszeitung über das Laub-Dilemma erfährt der Mann aus dem Rathaus, dass die große Kehrmaschine komplett beschädigt ist, sich eine Reparatur also nicht mehr lohnt. „Jetzt müssen wir uns ganz schnell umschauen und versuchen, eine Ersatzmaschine zu leihen.“

Nachdem der Laubfall im Oktober diesmal eher gering ausfiel, setzt er jetzt mit aller Macht ein. Wie schwer es ist, dagegen anzukommen, merken alle, die selbst vor ihrer Haustür versuchen, der Räumpflicht nachzukommen. Und das betrifft eben auch die Bereiche, für die die Stadt selbst zuständig ist. Im Bereich der Wümmewiesen etwa oder auch auf dem Dr.-Walter-Mecke-Damm sind Fußgänger und Radfahrer auf einem dicken Laub-Teppich unterwegs. Und darin lauert eine Gefahr. Vor allem ältere Menschen, aber nicht nur die, haben ein Problem, um nicht auf den nassen Blätter auszurutschen und zu stürzen. Immerhin: Die Stadt ist versichert und regelt etwaige Ansprüche über den kommunalen Schadensausgleich. „Wer stürzt und sich verletzt, meldet beim Arzt, wo das passiert ist. Später meldet sich dann die Krankenkasse bei uns, um die Schadensregulierung zu besprechen“, erklärt Uwe Knabe – in der Hoffnung allerdings, dass es trotz der momentan schwierigen Räum-Situation nicht dazu kommt. Ein Blick in die Akten bestätigt, dass es in den vergangenen zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Laubfall nicht dazu gekommen ist. Und wer weiß? Vielleicht gelingt es der Stadt ja schon bald, ein Ersatzfahrzeug an Land zu ziehen – damit auch der Bauhof der Stadt seiner Räumpflicht wieder voll nachkommen kann. Peter Ahrens vom Amt für Verkehr, Entsorgung und Umweltschutz versichert: „Es ist wirklich nicht so, dass die Kollegen auf dem Bauhof sitzen und Däumchen drehen.“

Mehr zum Thema:

BMW 5er: Neue Welt und alte Werte

BMW 5er: Neue Welt und alte Werte

Deprimierender Abschied für Gladbach - 0:4 beim FC Barcelona

Deprimierender Abschied für Gladbach - 0:4 beim FC Barcelona

Lewandowski beschert FC Bayern Prestigesieg

Lewandowski beschert FC Bayern Prestigesieg

Neapel und Benfica im Achtelfinale - Arsenal Gruppensieger

Neapel und Benfica im Achtelfinale - Arsenal Gruppensieger

Meistgelesene Artikel

Rund 30 Jahre Löwen-Punsch

Rund 30 Jahre Löwen-Punsch

Chefarzt wehrt sich

Chefarzt wehrt sich

Angebliche E-Mail der Polizei - Ermittler warnen vor Schadsoftware

Angebliche E-Mail der Polizei - Ermittler warnen vor Schadsoftware

Kommentare