Erfolgreiches Stadtradeln in Rotenburg

Preise für die Pedalritter

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Joachim Weber (ADFC), Nicole Bacinovic (Connected, M.) und Kathrin Frost (Rotenburger Werke) nehmen die Geldpreise für die Teams mit der höchsten Kilometer-Leistung entgegen.

Rotenburg - Von Guido Menker. Andrea Rieß ist zum Zuschauen verdammt. Und mit dem Fahrrad wird sie an diesem Abend auch nicht gekommen sein. Der Arm liegt in Gips, das Knie schmerzt. Sie hatte vor wenigen Tagen erst einen Unfall – mit dem Fahrrad. Da ist an Arbeit nicht zu denken. Dennoch ist die Organisatorin des Rotenburger Stadtradelns dabei, als Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zur Preisverleihung bittet.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) dankt Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro für die Organisation des Stadtradelns mit einem Blumenstrauß - und verbindet den Dank mit Genesungswünschen. 

Für Andrea Rieß gibt es einen satten Applaus und einen Blumenstrauß vom Chef als Dankeschön für ihre Arbeit. Nicht zuletzt ist es auch ihrem Engagement zu verdanken, dass Rotenburg bei der zweiten Teilnahme an dieser bundesweiten Aktion in allen Belangen ordentlich zugelegt hat: mehr Teilnehmer, mehr gefahrene Kilometer, mehr CO2-Einsparung. „Ich bin sehr erfreut darüber, dass so viele Rotenburger dabei waren“, sagt Weber, ehe er damit beginnt, Geldpreise an die erfolgreichsten Teams zu vergeben und nach Los-Entscheid 40 Rotenburger Zehner unter den Radfahrern zu verschenken.

Insgesamt 160.178 Kilometer gefahren

Susanne Otzipka (Rotenburger Werke) und Stefanie Hogrefe (Winkel, Buhrfeindt und Partner) nehmen den Preis für die größten Teams entgegen.

53 Teams hatten sich für die Zeit vom 29. Mai bis zum 18. Juni beim Stadtradeln angemeldet. 699 Radfahrer waren damit am Start. 23 von ihnen haben in dieser Zeit mehr als 1.000 Kilometer zurückgelegt, drei Männer haben sogar die Marke von 2.000 Kilometern geknackt. Alle zusammen brachten es auf exakt 160.178 Kilometer. Damit liegt Rotenburg bundesweit zurzeit auf Platz 46 – bei etwa 450 teilnehmenden Kommunen sowie sowie landesweit auf Rang fünf von derzeit 39 Kommunen. In der Kategorie „fahrradaktivste Kommune“ sieht es noch besser aus: Rechnet man die gefahrenen Kilometer auf die Einwohnerzahl um, liegt Rotenburg bundesweit auf Rang 16 und niedersachsenweit sogar auf Platz zwei. Rotenburg, so Weber, habe damit gegenüber 2015 um rund 75 Prozent zugelegt. Der Bürgermeister: „Es gab wirklich viele ganz außergewöhnliche Leistungen.“ Und deshalb lassen sich auch fünf begeisterte Sponsoren nicht lumpen. Sie sorgen für Geldpreise in Höhe von 1.550 Euro, die an diesem Abend im Ratssaal an die Teilnehmer gehen.

Größtes Team mit 70 Radlern dabei

Die drei Männer mit den meisten Kilometern beim Stadtradeln: Siegfried Niestädt (v.l.), Hartwig Müller und Hans-Jürgen Weisker.

Das größte Rotenburger Team haben die Rotenburger Werke mit 70 Radlern gestellt, die IGS hat 58 Teilnehmer mobilisiert, die Anwaltskanzlei Winkel, Buhrfeindt und Partner immerhin noch 38. Von den 53 Team hat der ADFC mit 19.363 Kilometern die Nase vorn. Auf Rang zwei folgt das Team Connected (13.886 Kilometer), auf Rang drei die Rotenburger Werke mit 11.751 Kilometern. Das aktivste Team – also das mit der größten Kilometer-Leistung pro Mitglied – wurden die Heidjer mit 1.747 Kilometern, gefolgt von Connected (868 Kilometer) und den Westerholzern (601 Kilometer).

Nicole Bacinovic (r.) und Claudia Weber landeten unter den Frauen auf dem zweiten bzw. dritten Platz. 

Bei den Frauen landete unter allen Teilnehmer Petra von Fintel (1.462 Kilometer) auf dem ersten Platz, gefolgt von Nicole Bacinovic (1.225) Kilometer) und Claudia Weber (1.165 Kilometer). Bei den Männern legte Hans-Jürgen Weisker mit 2.586 Kilometern die Bestleistung hin, auf Platz zwei landete Hartwig Müller (2.032 Kilometer), gefolgt von Siegfried Niestädt mit 2.023 Kilometern.

Rotenburg wird im nächsten Jahr nach den Sommerferien wieder stadtradeln.

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