Themen sind zunächst auf Jugend zugeschnitten

„Die Partei“ gründet Kreisverband

Benedikt Voigt - Foto: Röhrs

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Die politische Landschaft im Landkreis wird größer. In der „Schmidt’s Kneipe“ in Rotenburg findet am Freitagabend (ab 20 Uhr) die Gründungsversammlung des Kreisverbands von „Die Partei“ statt – eine sogenannte Satire-Partei, die seit ihrer Entstehung 2004 mit parodistischen Parolen und überspitzten Forderungen auf sich aufmerksam macht. Benedikt Voigt, der am Abend zum Kreisvorsitzenden gewählt werden soll, wehrt sich allerdings gegen das Stigma einer „Spaß-Partei“, mit dem „Die Partei“ oft umschrieben werde. „Das hieße ja, dass wir keine ernsthaften politischen Ziele hätten“, sagt er.

Die hätten er und seine Mitstreiter aber – allerdings noch monothematisch auf Jugendliche zugeschnitten. Das hängt zunächst mit dem Alter der feststehenden Gründungsmitglieder zusammen (Voigt selbst ist 22 Jahre alt), aber auch, weil die Jugend in der Region nach Meinung des designierten Kreisvorsitzenden „in bestimmten Punkten beschnitten“ würde. Die Debatte zur Bullenseetour am 1. Mai sei ein Beispiel – ebenso die Diskussionen um die Pläne des Investors Emil Liedtke, am Rotenburger Aral-Kreisel ein Kino und eine Kletterhalle zu bauen. Voigt moniert, dass diese wegen Sorgen um die Innenstadtentwicklung in Frage stünden – ohne Gegenvorschlag. „Da läuft doch etwas schief“, sagt er.

Dass die Themen von „Die Partei“ im Landkreis Rotenburg nicht sehr umfangreich sind, weiß Voigt selbst. „Wir sind noch in der Startphase, wir müssen unsere Ziele erst entwickeln.“ Themen abseits der Jugend sollen noch erarbeitet werden. Der Zeitpunkt der Gründung wenige Wochen nach der Kommunalwahl im September sei daher kein Zufall. „Wir sind noch zu wenig in der Lokalpolitik drin“, so Voigt. Eine Gründung ein halbes Jahr vor der Wahl hätte keinen Sinn gemacht.

„Die Partei“ halte sich bewusst populistisch. „Wahlen werden schließlich nach Sympathie und nicht nach Programm entschieden“, so Voigt. Alles sei ein Einheitsbrei, klare Positionen – wie auf den Plakaten zur Kommunalwahl – seien kaum zu erkennen. Er möchte die bestehende Parteienlandschaft in der Region aufrütteln und Alleinstellungsmerkmale schaffen.

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