RK-Wetterfrosch: Trübster Oktober seit fast 20 Jahren

Novemberwinter pirscht sich heran

Erste winterliche Grüße hat es bereits in der Nacht zu Donnerstag gegeben. Weitere folgen in den nächsten Tagen. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewsk. Die Großwetterlage in der ersten Hälfte der kommenden Woche könnte für eine frühwinterliche Episode kaum besser sein. Einer Hochdruckzone, die sich von den Azoren über Skandinavien bis nach Nordrussland erstreckt, stehen über Mitteleuropa verschiedene Tiefs gegenüber. Dazwischen gelangt ab Dienstag mit nordöstlichen Winden frische Polarluft zu uns, die die Schneefallgrenze bis ins Flachland drücken kann.

Nach einem trüben und nasskalten Sonnabend zeigt sich der kommende Sonntag versöhnlich ohne Regen, recht sonnig, aber windig. Mit maximal 7 bis 8 Grad und frischen 1 bis 2 Grad in den Nächten droht schon wieder Bodenfrost. Die neue Woche bringt uns den ersten winterlichen Gruß der Saison. Auf der Rückseite eines kleinen Tiefs von der Nordsee kann der Regen in der Nacht auf Dienstag in nassen Schnee übergehen. 

Zum morgendlichen Berufsverkehr wäre dann eine weiße Überraschung durchaus möglich. Während die Nächte ab Dienstag verbreitet frostig werden, reicht es tagsüber immer noch für ein paar Plusgrade. Im weiteren Verlauf klingt die Niederschlagsneigung ab, und es bleibt kalt. Ob mildere Atlantikluft Richtung nächstes Wochenende schon wieder das Kommando übernimmt, ist noch fraglich. Unwahrscheinlich wäre es nicht, denn für die erste Novemberhälfte gilt die gute Regel: „Der November bricht oft scharf herein, muss nicht viel dahinter sein.“

Die Oktoberbilanz: Während der September noch als Sommermonat daherkam, probte der Oktober schon mal den November. Was der erste Herbstmonat an Sonne zu viel hatte, fehlte dem Oktober. So wundert es nicht, dass er in Rotenburg zum trübsten seiner Art seit fast 20 Jahren (1998) wurde, am Westrand der Heide sogar seit 1976. 

Mit rund 50 Stunden zeigte sich die Sonne im Raum Visselhövede so kraftlos wie in einem normalen November. Verantwortlich für die Misere waren starke Hochdruckgebiete, die vor allem über Nordeuropa ruhten. Sie blockierten die Zugbahn atlantischer Tiefdruckgebiete nach Osteuropa. Von wenigen Ausnahmen abgesehen bestimmten wolkenreiche, feuchte und überwiegend kühle Luftmassen aus östlichen Richtungen unser Wetter, oder es konnten sich vor Ort zählebige Hochnebelfelder bilden. 

Entsprechend etwas zu kühl endete der Oktober im Vergleich zum Klimamittel 1981 bis 2010. Beim Regen ging’s nun schon den dritten Monat in Folge tief in den Keller. Die Niederschlagssummen erreichten bestenfalls 25 Liter, Richtung Westen kaum 20 Liter pro Quadratmeter, beziehungsweise ein Drittel des Monatssolls.

Der Oktober in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)

Monatsmittel 9,3˚C (Abw. -0,2˚C)

Maximum 17,2˚C (4. Oktober)

Minimum -0,2˚C (26. Oktober)

Frosttage (Min. unter 0,0˚C) 1 (normal 3)

Niederschlag 21 mm (30% v. Soll), Visselhövede 39 mm (59% v. Soll)

Sonnenschein 67 Std. (63% v. Soll)

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