Neujahrsempfang bei der Bundeswehr / Seelsorger Thomas Nuxoll hält Andacht

In kurzer Zeit viel erreicht

Bläser des Heeresmusikkorps Hannover spielten für die Gäste.
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Bläser des Heeresmusikkorps Hannover spielten für die Gäste.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Erstmals ist der Standortälteste und Kommandeur des Jägerbataillons 91, Oberstleutnant York Buchholtz, Gastgeber beim Neujahrsempfang der Rotenburger Bundeswehr-Dienststellen gewesen. Vor geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Militär, Kirche, Verbänden und Wirtschaft zog Buchholtz eine Bilanz seines neu aufgestellten Verbandes, des Dienstleistungs- sowie des Sanitätszentrums und richtete seinen Blick in die Zukunft. Die Veranstaltung hatte mit einer kleinen Andacht des katholischen Militärseelsorgers Thomas Nuxoll begonnen. Das Bläserquartett des Heeresmusikkorps aus Hannover sorgte für den musikalischen Rahmen.

Die Verlegung des Empfangs auf einen Donnerstagnachmittag sollte den Gästen Gelegenheit geben, sich im Anschluss des offiziellen Teils gemütlich mit den Soldaten bei „Dämmerschoppenatmosphäre“ zu unterhalten, sagte Buchholtz. Nach der Auflösung des Fernmelderegiments 1 und des Logistikbataillons 3 ist die Gästeliste von den Vorgängern überarbeitet worden. So nahmen in diesem Jahr nur rund 140 Gäste am Neujahrsempfang in der „Oase“ teil. Es waren viele neue Gesichter zu sehen, aber ehemalige „Stammgäste“ fehlten.

Das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum unter der Leitung von Hermann Linnemann hatte im vergangenen Jahr mit den neuen Bereichen in Garlstedt und Schwanewede einige Aufgaben hinzubekommen. Dazu gehörte die Einrichtung des Auffanglagers für 1200 Flüchtlinge. In Kooperation mit der dritten Kompanie des Rotenburger Jägerbataillons 91 sei jener Auftrag hervorragend erfüllt worden. Große Veränderungen hat das Sanitätszentrum erfahren, erfuhren die Gäste. Das Team um Dr. Nils Gundlach sei um rund zwei Drittel wegrationalisiert geworden. Er musste zudem Personal an das Sanitätsunterstützungszentrum in Munster abgeben. „Auch die Militärseelsorge ist vom Strukturwandel nicht verschont geblieben“, erklärte Buchholtz. Das katholische Militärpfarramt in der Lent-Kaserne ist geschlossen worden. Die Betreuung ist von Thomas Nuxoll vom Standort Seedorf mit übernommen worden. Der evangelische Seelsorger ist zurzeit im Auslandseinsatz im Irak.

„Am 1. Juli ist das Jägerbataillon 91 in der Lent-Kaserne aufgestellt worden“, erklärte der Kommandeur. Die aktuelle Stärke beträgt 700 Soldaten. „Wenn wir voll aufgestellt sind, werden 1019 Soldaten hier ihren Dienst verrichten“, erklärte er weiter. Die Neuaufstellung sei mit viel organisatorischer Arbeit verbunden. Es sei in kurzer Zeit bereits viel erreicht worden. Dazu gehöre auch die Gründung der Patenschaft mit der Stadt Rotenburg.

Seit Oktober 2015 war eine Jäger-Kompanie unterstützend bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Region auch in Rotenburg eingesetzt. Das habe erhebliche Kraft und viel Zeit gekostet, die eigentlich für die Ausbildung vorgesehen war. Der Primärauftrag, die Einsatzbereitschaft herzustellen, sei dabei zu kurz gekommen.

„Das wird auch 2016 so sein“, so der Redner bei seinem Ausblick auf das dieses Jahr. Die internationalen Konfliktgebiete bestehen weiter, und die Sicherheit ist weiter in Gefahr. Das Jägerbataillon werde sich 2016 auf einen möglichen Einsatz vorbereiten. „Die Herstellung der Einsatzbereitschaft ist unser Kernauftrag, und muss mit immer weniger zur Verfügung stehender Zeit gewährleistet werden“, so Buchholtz.

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