Galerie „Der Bogen“ feiert Neueröffnung

Neues aus dem Zaubergarten

Und überall eine Entdeckung: Bronze-Gestalt im Garten, geflügelt. - Foto: Stahl

Rotenburg - Von Heidi Stahl. Mit einer gemütlichen Vernissage bei Kaffee und Kuchen hat die Rotenburger Galerie „Der Bogen“ unter dem Motto „Natur und Kosmos“ am Sonntag ihren neu gestalteten Skulpturengarten eröffnet.

Die Hausherrin, Malerin, Bildhauerin und Galeristin Ingrid Berg-Pund präsentierte gemeinsam mit den gestaltenden Künstlern Werner Schleef, Uwe Oswald und Gamal Harby el Fatah neue und wiederentdeckte Skulpturen in ihrem Garten in der Ahe.

Wer glaubt, im November hätte ein Garten nichts zu bieten und wäre nur grau und kalt, sollte sich einmal in Ingrid Berg-Punds verträumten Märchengarten umschauen. Die Künstlerin hat gemeinsam mit ihrem Mann den Skulpturengarten auf dem Grundstück rund um das Haus neu gestaltet. Einen neuen Zaun, ein neues Hinweisschild, neue Beete und ganz viele kleine Ecken und Verstecke für zauberhafte Skulpturen aus Stein, Bronze, Holz oder Glas hat der winterliche Garten bekommen.

Leuchtend blaue oder rote Holzgestalten, geflügelte Bronzefiguren oder bunt leuchtende Glaskompositionen in gläsernen Kästen oder an farbig gestalteten Wurzeln überraschen in jeder Nische und hinter jedem kahlen Strauch. Langsam fallende Blätter umgeben die Traumgestalten aus Glas und setzen zusätzliche Akzente.

Nach dem Gang durch den Garten trug die Gastgeberin den kühlen Temperaturen Rechnung und bat die interessierten Gäste zum heißen Kaffee in das warme Atelier, um ihre Intention von „Natur und Kosmos“ zu erklären. In gemütlicher Atmosphäre saßen die Gäste der Vernissage um den großen Tisch herum, während Ingrid Berg-Pund diesmal die Einführung in die neugestaltete Ausstellung selbst gab. Sie empfindet die Menschen als winzigen Teil des Universums, in dem sie nur kurze Zeit weilen. 

In Bezug auf künstlerische Gestaltung meint sie, dass Künstler den Zusammenhang zwischen Natur und Kosmos in besonderem Maße empfinden. Künstler ahmen, jeder auf seine Weise, das Urprinzip der Gestaltung der Welt in übertragenem Sinn nach: sie schaffen, bilden nach, lösen auf oder zerstören, um immer wieder Neues entstehen zu lassen, wie die Natur es auch tut.

In diesem Zusammenhang sind auch die Glasobjekte von Berg-Pund zu sehen, die sie immer wieder gestaltet und umgestaltet. Die Glassplitter von zerstörtem Sekuritglas finden gemeinsam mit anderen farbigen Glaselementen zu großen Flügeln und durchscheinenden Objekten auf Glasplatten und aquariumartigen Kästen zusammen und erzeugen träumerische Farbkompositionen, an denen man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Die Sekuritsplitter als Material für diese Art von Skulpturen hat sie tatsächlich manchmal bei Unfällen mit Eimer und Schaufel aufgesammelt, um daraus wieder etwas Neues aus etwas Zerstörtem zu schaffen.

Wer Freude hat an überraschenden Momenten und auch im Winter den Gang durch einen eventuell sogar verschneiten Garten nicht scheut, kann jederzeit den frei zugänglichen Skulpturengarten an der Immelmannstraße besuchen. Die Galerie mit sechs Ausstellungsräumen, in denen neben Skulpturen auch die Bilder verschiedener Künstler gezeigt werden, ist donnerstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

http://www.derbogen.de

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