Kreuzkirchengemeinde engagiert sich für internationale Spendenaktion

Mehr als ein Glücksmoment im Schuhkarton

Hannah Mollnau mit Tochter Viola (v.l.), Gegina Schleeßelmann sowie Roland und Annette Friedrichsen kontrollieren den Inhalt der gespendeten Pakete im Gemeindehaus der Kreuzkirche. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Jedes Jahr werden seit zwei Jahrzehnten bei der weltweit größten Geschenkaktion für Kinder in Not, „Operation Christmas Child“, rund elf Millionen Schuhkartons in wohlhabenden Ländern gepackt, um global bedürftigen Kindern in armen Ländern eine Weihnachtsfreude zu bereiten, erklärt Pastor Roland Friedrichsen von der Kreuzkirchengemeinde in Rotenburg. Die Baptisten beteiligen sich als Gemeinde erstmals an der Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Kinder in Not .

Bärbel Reuter aus Rotenburg, die mehr als zehn Jahre privat die Pakete angenommen und verschickt hat, wird nach Bothel ziehen und hat ihre Sammelstelle abgemeldet. Eigentlich wollte Friedrichsen sich mit seiner Kreuzkirchengemeinde bei ihr einklinken, nun musste aber eine andere Lösung her. Er habe das Projekt dem Kirchenvorstand vorgestellt und sofort seine Zustimmung erhalten.

Dann war schnelles Handeln angesagt, denn alle Mitarbeiter an dieser weltweiten Spendenaktion, die in Deutschland von der Organisation „Geschenke der Hoffnung“ unterstützt wird, müssen geschult sein. „Die zuständige Referentin Martina Palloks hat die Ausbildung der 20 Helfer aus der Gemeinde, die sich nach meinem Aufruf im Gottesdienst gleich gemeldet hatten, übernommen“, so der Pastor. In rund 90 Minuten sind die Helfer auf die Vorschriften, die als Annahme- und Versandstelle wichtig sind, vorbereitet worden. Die Schuhkartons dürfen laut Zollbestimmung bestimmte Dinge nicht enthalten: Geliermittelhaltige Süßigkeiten, Kriegsspielzeug und Spielzeugwaffen, Nüsse, Sämereien und Schokolade (mit stückigen Füllungen wie Nüsse oder Mandeln), Messer, Rasierklingen und scharfe Gegenstände, Medikamente, gebrauchte Gegenstände, Hexerei- und Zauberartikel oder Flüssigkeiten und Zerbrechliches.

Dafür sind aber neue Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug und Musikinstrumente, Süßigkeiten (mindestens haltbar bis März 2017) und auch Schulsachen sehr beliebt. „Über das, was im Detail nicht in die Schuhkartons verpackt werden darf und noch vieles mehr, informiert unsere Broschüre, die wir in Rotenburg in vielen Geschäften und Büros ausgelegt haben“, sagt Friedrichsen.

So können die Flyer zum Beispiel bei der Markt Apotheke, im Reformhaus de Vries, bei Buchhandlung Mauer, der Rotenburger Kreiszeitung, im Kinderhaus am Wasser, im Info-Büro und in der Buchhandlung Müller abgeholt werden. „Ab sofort steht die Kreuzkirche als Annahmestelle für die Aktion zur Verfügung. Wir haben die Arbeit nun auf mehrere Schultern verteilt“, so Friedrichsen. Die Abgabetermine für die Schuhkartons im Gemeindehaus an der Potsdamer Straße 100 sind dienstags, donnerstags und freitags von 17 bis 19 Uhr. Auch sonntags nach dem Gottesdienst von 11.30 bis 13 Uhr ist dies möglich. Letzter Termin ist der 15. November. Wer keinen Schuhkarton zur Hand hat, kann diesen bei der Kreuzkirchengemeinde abholen. Zudem bitten die Helfer bei der Abgabe der Kartons, einen Betrag von acht Euro als Anteil der Versandkosten zu spenden.

„Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und wollen 500 Schuhkartons für die Kinder aus sozial schwachen Familien sammeln und verschicken“, sagt der Pastor und hofft auf viele Spenden aus der Rotenburger Bevölkerung und umzu.

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