Lutherjahr: Kirchenkreis stellt sein Programm vor

Beim Kirchenkreis ist man stolz auf das Programm zum Lutherjahr. - Foto: Röhrs

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Nein, 95 Veranstaltungen in Anlehnung an die 95 Thesen Martin Luthers sind es dann doch nicht geworden, sagt Frank Hasselberg, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises Rotenburg, und lacht kurz auf. Dennoch kann sich das Programm der Kirchen-Gemeinschaft zum anstehenden Lutherjahr sehen lassen. Musik, natürlich Gottesdienste, Exkursionen, Kochkurse, Lesungen und vieles Weiteres, insgesamt mehr als 50 Aktionen sind verzeichnet – und damit längst nicht alle. „In den Gemeinden wird es sicherlich noch viel mehr geben“, erklärt die stellvertretende Superintendentin und Pastorin Haike Gleede.

Am Reformationstag am kommenden Montag beginnt das Lutherjahr. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und ganz Deutschland feiern dann das Jubiläum der Reformation, die in Martin Luther ihren Ursprung hat. Der Reformationstag im kommenden Jahr, also am 31. Oktober 2017, ist der 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag an die Schlosskirche Wittenbergs 1517 – so sagt man zumindest. Was er damit ausgelöst hat, so Gleede, den Wandel, das Umdenken in der Kirche, damit hat er wohl nicht gerechnet.

Am Montag fällt der Startschuss für die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in den Gemeinden. Neben den Gottesdiensten gibt es beispielsweise im Ahauser Gemeindehaus ein Public-Viewing des zentralen Eröffnungsgottesdienstes des Lutherjahres in Berlin mit anschließendem Reformationsfest. In Rotenburg hält der geistliche Vizepräsident der Landeskirchenamtes Hannover der Evangelisch-lutherischen Landeskirche, Arend de Vries, die Predigt. Kantor Karl-Heinz Voßmeier hat sich Luther nicht nur bei diesem Gottesdienst musikalisch angenommen. „Wir hören Musik, wie sie zu Luthers Zeiten hätte klingen können“, sagt er. Über die kommenden zwölf Monate hinweg hat er mehrere Besonderheiten dieser Art ausgearbeitet.

Im Sommer kann es im Lutherjahr auch sportlich werden, weiß Barbara Pfeifer. So geht es beispielsweise am 26. August vom Rotenburger Pferdemarkt aus mit dem Fahrrad nach Kirchwalsede, wo Pastor Matthias Wilke die Kirche vorstellt und ein geistliches Wort an die Radler richtet. Über den Hartmannshof geht es dann zurück in die Kreisstadt,

Noch weiter weg geht es bei Exkursionen zu Städten, die während der Reformation eine besondere Bedeutung erlangt haben – wie eben Wittenberg, Erfurt oder Eisleben. Der Sottrumer Pastor Theodor Adam betreut eine davon theologisch. Ihn interessiert vor allem, wie man „Luther in die heutige Zeit übersetzen kann“. Das Reformationsjahr ist für ihn ein Anlass, darüber nachzudenken, was Reformation 500 Jahre später eigentlich bedeutet und welchen Wandel die Kirche in den kommenden Jahren vollziehen wird. Dazu bietet er zudem einen Bibel-Marathon ab den 11. November an, in dem das Buch von der Gemeinde komplett gelesen wird.

Das vollständige Programm des Kirchenkreises ist in den jeweiligen Gemeinden erhältlich – mit Bach-Konzerten, einer sogenannten Thesentür, die durch alle Gemeinden zieht, einem Kanzeltausch über sechs Wochen mit der katholischen Kirche und vielen vielen Gesprächen. „Eine spannende Vielfalt“, wie Hasselberg sagt. Jeder könne sich etwas aussuchen.

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