Ergebnis der Kreistagswahl steht erst um halb 2 nachts fest

Entscheidung am Küchentisch

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Im Rathaus in Rotenburg haben die Helfer bis tief in die Nacht ausgezählt.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Es war mitunter ein zähes Warten auf Zahlen bei der Kommunalwahl am Sonntag. In den Wahlbezirken haben sich die Ehrenamtlichen zum Teil die halbe Nacht um die Ohren geschlagen. Erst um etwa halb zwei nachts kamen die letzten beiden Ergebnisse aus den Städten Rotenburg und Bremervörde für die Kreistagswahl.

Die letzten Mitarbeiter der Landkreisverwaltung um kurz vor vier gegangen, so Pressesprecherin Christine Huchzermeier. Das hänge damit zusammen, dass der Landkreis alle Ergebnisse – nicht nur die Kreistagswahl – gesammelt an die Landeswahlleitung nach Hannover schickt. „Aufgrund der Verzögerung bei der Auszählung der Kreistagswahl haben sich auch andere Auszählungen nach hinten verschoben“, so Huchzermeier.

Die Erste Stadträtin der Stadt Bremervörde, Silke Fricke, hält die hohe Zahl der Briefwähler für eine Ursache. „Es waren bei uns 400 bis 500 mehr als beim letzten Mal“, sagt sie. Ein weiterer Faktor seien die große Stimmzettel gewesen. „Die waren nicht besonders übersichtlich“, sagt Fricke. Das habe wohl auch bei der Entscheidung für eine Briefwahl eine Rolle gespielt. „Viele wollten sich den Stimmzettel wohl lieber zu Hause auf dem Küchentisch anschauen.“ Auch bei den Ehrenamtlichen habe das für eine höhere Fehlerquote gesorgt. So seien manche Zettel zwei bis drei Mal kontrolliert worden. In Bremervörde war man schlussendlich um 3 Uhr fertig.

In der Stadt Rotenburg war um etwa 2.30 Uhr das letzte Ergebnis klar. Aber: Auch Ordnungsamtsleiter Frank Rütter sagt, dass gerade die große Zahl der Briefwähler – rund ein Drittel mehr – für Verzögerungen gesorgt hat. In Rotenburg hat man darauf aber reagiert: Statt acht gab es 16 Helfer beim Auszählen der Briefwahlstimmen. Eine erhöhte Fehlerquote habe es nicht gegeben. „Zu unserem Prozedere gehörten viele Kontrollschritte“, berichtet er. Aber die großen Stimmzettel hätten einen Ausschlag gegeben – auch schon vorher: „Einzelne Wahlvorgänge haben manchmal fünf bis sechs Minuten gedauert“, so Rütter. Ein Problem in Bezirken mit vielen Wahlberechtigten.

Aufgrund eines Stadtratsbeschlusses gab es diesmal statt zwei Wahlbereichen einen in Rotenburg, deshalb war der Stimmzettel mit 75 mal 90 Zentimetern erheblich größer. Für die nächste Wahl hofft man auf Seiten der Verwaltung, dass es wieder zwei Wahlbereiche in Rotenburg geben wird. „Das werden wir auch wieder als Vorschlag in die Politik einbringen“, so Rütter.

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