Erstes Sondierungsgespräch mit Interessent

Kommen jetzt ein Kino-Profi und die Kletterhalle?

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Dieses Grundstück am Rönnebrocksweg soll erschlossen werden. Die Stadt will am Montag einen Bebauungsplan auf den Weg bringen. Es geht um planungsrechtliche Voraussetzungen für Freizeiteinrichtungen wie eine Kletterhalle oder ein Kino. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Rotenburger Werke sind grundsätzlich zu einer Kooperation bereit. Das sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Dabei bezieht er sich in einem Gespräch mit der Kreiszeitung auf den Vorschlag der SPD vom Mai dieses Jahres, die die Einrichtung eines festen Kinos auf dem Kalandshof vorgeschlagen hatte. Und doch liegt das Thema in diesen Tagen mehr oder weniger auf Eis. Denn inzwischen hat sich ein professioneller Kinobetreiber an die Stadt gewandt – mit der grundsätzlichen Überlegung, in der Kreisstadt ein neues Lichtspielhaus zu errichten.

„Es gibt eine neue Entwicklung, und die wollen wir jetzt erst einmal abwarten“, sagt Weber nach dem Gespräch mit den Rotenburger Werken. Denn nicht nur er hält es für besser, wenn in der Stadt wieder ein professionell betriebenes Kino entsteht. Das Angebot wäre nicht nur größer, sondern auch wesentlich aktueller. Ganz so, wie es sich ausgewiesene Cineasten auch an der Wümme wünschen. Der Bürgermeister zeigt sich nach dem „ersten Sondierungsgespräch“ optimistisch. Der Interessent beziehungsweise Investor habe Rotenburg als Standort bereits analysiert. Diese Analyse kann so ganz schlecht nicht ausgefallen sein, denn ansonsten wäre er nicht mit seiner grundsätzlichen Überlegung an Weber herangetreten. Man sehe hier eine positive Entwicklung und auch den Ansatz für eine Wirtschaftlichkeit.

Wo könnte ein neues Kino entstehen? Weber lässt sich noch nicht in die Karten schauen und sagt nur, dass es mehrere Alternativen gebe. Die Standortfrage sei ein Teil der weiteren Überlegungen, die jetzt anstünden. Weitere Gesichtspunkte kämen noch hinzu. Man habe unter anderem auch über das seit mehreren Jahren schon laufende Angebot des Rotenburger Stadtkinos gesprochen. Weber bezeichnet es als einen wichtigen Wunsch, dass dieses – in welcher Form auch immer – mit in ein neues Kino integriert wird. Ein Umstand, den der Interessent ebenfalls mitgenommen habe. Abgeneigt sei man nicht. Für den Bürgermeister sei genau das wünschenswert, um das Projekt der Kulturinitiative Rotenburg mit ihrem besonderen Filmangebot auch weiterhin am Leben zu erhalten. „Dieser Punkt fließt mit in die Überlegung ein“, versichert Weber. Mitte September soll es ein zweites Sondierungsgespräch geben. „Danach lässt sich vielleicht schon mehr sagen“, so Weber, der sich über die „positiven Botschaften“ freut, die von Rotenburg ausgegangen seien und nicht zuletzt dazu beigetragen hätten, dass ein Investor auf die Stadt aufmerksam geworden ist. Dazu habe auch das Stadtkino in den vergangenen Jahren beigetragen.

Ansätze für ein inklusives Kino-Projekt

In der Hinterhand hat die Stadt aber immer noch eine mögliche Kooperation mit den Rotenburger Werken, die zugleich auch Ansätze für ein inklusives Kino-Projekt beinhaltet. „Die Rotenburger Werke sind grundsätzlich interessiert, Projekte mit inklusivem Charakter auch und gerade auf dem eigenen Gelände zu unterstützen. Ob ein fest installierter Kino-Betrieb auf dem Kalandshof möglich ist, prüfen wir gerne in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und den Betreibern des Stadtkinos“, hatte die Vorstandsvorsitzende Jutta Wendland-Park im Mai nach dem Vorstoß der Sozialdemokraten im Rotenburger Stadtrat erklärt. Neben der Frage, ob das ehemalige Heizwerk auf dem Kalandshof überhaupt geeignet ist, müsste auch noch über den Kostenrahmen und die Finanzierung gesprochen werden.

Priorität hat zurzeit aber ganz offensichtlich die professionell geführte Variante. Und die könnte womöglich auch auf einem zurzeit mehr oder weniger brach liegenden Grundstück zwischen Rönnebrocksweg und Hansestraße ein Zuhause finden. Für diese Fläche soll nämlich ein Bebauungsplan aufgestellt werden – „für Freizeiteinrichtungen wie eine Kletterhalle oder ein Kino“. Das geht aus der Vorlage für die am kommenden Montag anstehende Sitzung des Rotenburger Ausschusses für Planung und Hochbau hervor. Für eine solche Nutzung reichten nämlich die bisherigen Festsetzungen nicht aus, heißt es da. Der Eigentümer des Grundstückes sowie die Stadt versuchten bereits seit längerer Zeit, gemeinsam diesen Bereich zu entwickeln, um das Ortsbild aufzuwerten und das Grundstück besser auszunutzen. Der Eigentümer selbst hat sich gegenüber der Kreiszeitung noch nicht detailliert zu seinen Plänen geäußert. Dabei macht die Idee vom Bau einer Kletterhalle schon länger in der Kreisstadt die Runde. Montag weiß man mehr.

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