Kita erhält Zertifikat 

Kita Hemphöfen: Klares Ja zum Sonnenschutz

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Sigrid Michel nimmt das Zertifikat – den „Sun Pass“ – von Stephan Jahn entgegen. Kinder, Erzieher und Eltern kümmern sich fortan gemeinsam um einen engagierten Sonnenschutz. Dazu hat die Kita eine Vereinbarung getroffen. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Von der Sonne ist nicht viel zu sehen, als Silke Mittmann von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und Stephan Jahn von der IKK Classic das Zertifikat an Sigrid Michel und Christina Wahlers von der Rotenburger Kindertagesstätte Hemphöfen überreichen. Es regnet, der Himmel ist grau. Die Wolken übernehmen an diesem Tag den natürlichen Sonnenschutz. Doch das ist eben nicht immer so. Deshalb gibt es das Pilotprojekt „Sun Pass“, um Kinder schon in frühen Jahren zu sensibilisieren. Denn: „Die Zahl der von Hautkrebs betroffenen Menschen steigt jährlich um bis zu zehn Prozent“, weiß Silke Mittmann.

Wenn es um Themen wie Bewegung, gesunde Ernährung, Integration oder auch Entspannung geht, unternehmen die Kindertagesstätten inzwischen sehr viel. In den meisten Einrichtungen ist es eine Selbstverständlichkeit, sich damit zu beschäftigen und den Kindern ein entsprechendes Bewusstsein zu verschaffen. Das Thema Sonnenschutz hingegen hat bisher noch nicht diese Aufmerksamkeit erhalten. Das soll sich ändern, und deshalb haben die Krebsgesellschaften mit örtlichen Partnern ein Projekt gestartet, um auch das Thema Sonnenschutz in den Fokus zu rücken. Die Kita Hemphöfen hat sofort zugesagt, sich an diesem Projekt zu beteiligen, das gestern zwar zu Ende gegangen ist, sich aber fortan in der täglichen Arbeit mit den Mädchen und Jungen niederschlägt, wie Sigrid Michel versichert. „Die Kindertagesstätte Hemphöfen zeichnen wir heute für ihre aktiven Bemühungen rund um den Sonnenschutz aus“, sagt Stephan Jahn. Das Zertifikat vergibt die Europäische Hautkrebsstiftung in Kooperation mit der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und der IKK Classic. Mit dem Zertifikat wird der Kita nun bestätigt, dass sie eben das umsetzt, was ihnen die „Sonnenschutz-Teams“ der Krebsgesellschaft sowie der Krankenkasse beigebracht haben. Das Fazit der Aktion aus Sicht der Macher: „Es reicht schon, einfache Regeln zu befolgen, um die gefährliche UV-Strahlung abzuhalten und die Sonne mit all ihrer wichtigen Energie zu genießen.“

Seit dem Start des Projektes hat die Kita-Mannschaft die zusätzliche Arbeit angepackt. Zunächst gab es Schulungen und Ortsbegehungen, Erzieher und Eltern sowie die Kinder haben gemeinsam beraten, diskutiert und das getan, was es braucht, um die Einrichtung „sonnenschutz-fit“ zu machen. „Festgehalten sind alle wichtigen Punkte in einer Sonnenschutzvereinbarung, die konsequent umzusetzen ist. Das Zertifikat sei aber eben nur der Anfang, denn letztendlich verpflichtet sich das Team um Sigrid Michel, die festgelegten Maßnahmen fortzuführen und – wenn nötig – in jedem Jahr zu überarbeiten. Michel: „Das Thema wird von nun an stets Bestandteil des ersten Elternabends sein.“

„Wir freuen uns über das Engagement dieser Kita“

Die Maßnahmen sind einfach und vielfältig, aber so angelegt, dass sie schnell zur Selbstverständlichkeit werden können. Zum Schutz vor der Sonne ist eine Kopfbedeckung zu tragen, empfohlen wird außerdem eine kindgerechte Sonnenbrille. Auch die Kleidung soll dazu beitragen, die Haut weitgehend vor der Strahlung zu schützen. Das Eincremen wird ebenfalls in den Alltag eines jeden Sommers einfließen, darüber hinaus sind Schattenbereiche für den Aufenthalt im Freien zu schaffen. Und weil die Sonneneinstrahlung vor allem zwischen 11 und 15, manchmal auch bis 16 Uhr sehr stark ist, sollte dies stets mit in die Zeitplanung für Aktivitäten einkalkuliert werden. Nicht zuletzt haben die Erzieher mit gutem Beispiel voranzugehen, heißt es.

„Auch wir als Träger der Einrichtung freuen uns über das Engagement dieser Kita“, sagt Elke Bellmann, Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales. Es sei zwar nicht so, dass in den Kindergärten gar nicht auf den Sonnenschutz geachtet werde, aber das Thema habe noch nicht den Stellenwert, den es eigentlich brauche.

Als weitere Bestätigung für die Bemühungen hat die Kita übrigens ein neues Sonnensegel erhalten, das dann im kommenden Sommer Kindern und Erziehern zusätzlichen Schutz bietet. Denn so grau in grau wie gestern wird der Himmel aller Wahrscheinlichkeit nach dann nicht mehr daher kommen.

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