Abriss der Kita am Lönsweg / Neues Gebäude soll Mitte 2017 fertig sein

Kindergarten macht dem Neubau Platz

Ende kommender Woche sollen alle Spielgeräte für die Übergangslösung in der Ahe stehen.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Wo einst Generationen von Kindern spielten, ist nun das Reich eines Abrissbaggers. In diesen Tagen hat die Stadt Rotenburg damit begonnen, die evangelische Kindertagesstätte am Lönsweg abzureißen.

Was von der Kita dann noch übrig bleibt, sind Berge von Schutt. Ab September wird sie an selber Stelle neu gebaut. Seit 1967 bestand die Kita am Lönsweg und war bis jetzt von der Bausubstanz die älteste Einrichtung in der Kreisstadt. Eine Sanierung hat in den fast 50 Jahren nie stattgefunden. Und selbst wenn: Das alte Gebäude wäre baulich den modernen Anforderungen an eine Kita nicht mehr gerecht geworden.

So sollen ab dem Kindergartenjahr 2017 am Lönsweg 15 Kinder mehr betreut werden. Die Gruppenräume müssen dementsprechend größer werden. 750 Quadratmeter wird der Neubau am Ende insgesamt groß sein, denn es soll auch mehr Räume zum Beispiel zum Musizieren und zum Wickeln geben. 

Für die Gruppen sollen die Räume etwa 50 Quadratmeter groß werden. Auch auf dem 4.000 Quadratmeter großen Außengelände wird sich Einiges tun, denn auch die Form des Gebäudes soll sich ändern.

An der Kita am Rotenburger Lönsweg hat der Abrissbagger seine Arbeit aufgenommen. - Fotos: Röhrs

Ende kommender Woche sollen die Abrissarbeiten laut Clemens Bumann, der Amtsleiter für Planung, Entwicklung und Bauen im Rathaus, abgeschlossen sein. In der ersten Septemberwoche rücken die Bauarbeiter wieder am Lönsweg an, dann beginnen sie mit dem Rohbau des neuen Gebäudes.

Träger der Einrichtung ist zwar der evangelisch-lutherische Kindertagesstättenverband in den Kirchenkreisen Rotenburg und Verden. Trotzdem haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass die Stadt den Neubau plant. Aus Kostengründen, da sie manches auch in Eigenleistung bauen kann und sie am Ende ohnehin die Kosten trägt, so Bumann. 1,8 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. 600.000 Euro sind dafür im Haushalt für das Jahr 2016 vorgesehen, die restlichen 1,2 Millionen Euro für 2017.

Vier Kita-Gruppen mit insgesamt 75 Drei- bis Sechsjährigen ziehen für ein Jahr vom Lönsweg in die Ahe – auf das Gelände der Realschule. Dort sind sie in drei Klassenräumen und in Containern untergebracht. „Eine gute Lösung“, betont Bumann. Doch auch die war anfangs nicht unumstritten, Der Protest einiger Eltern, die sich gegen den Umzug gewehrt und die Informationspolitik der Stadt kritisiert hatten, ist mittlerweile verebbt.

An der Realschule richten sich die Kinder mittlerweile zunehmend ein. Die meisten der Spielgeräte sind mit umgezogen, einige bereits aufgebaut. Ende kommender Woche sollen am Rande des Sportplatzes alle stehen. Rund 65.000 Euro muss die Stadt für die 13-monatige Miete der Container aufbringen. Die Gesamtkosten für diese Übergangslösung – zirka 100.000 Euro – sind in der Gesamtsumme mit eingeplant.

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