Kontrollen der Polizei in der Rotenburger Innenstadt und an der IGS

„Jedes zweite überprüfte Fahrrad hatte Mängel“

Wolfgang Dittmer aus Rotenburg hat gut Lachen. Für die beiden Polizeikommissare von der Polizeischule Lüneburg, Tobias Kiel (r.) und Markus Zehle gab es bei der Überprüfung auf der Geranienbrücke in der Fußgängerzone nichts zu beanstanden. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Immer mehr Rotenburger steigen bei Besorgungen innerhalb der Stadt vom Auto auf’s Fahrrad um. „Gerade in der dunklen Jahreszeit ist dabei das Sehen und Gesehenwerden von großer Bedeutung, um Unfälle zu vermeiden“, erklärte Karsten Wittke von der Rotenburger Polizeiinspektion. Gemeinsam mit zehn Polizeischülern aus Lüneburg, führte er deshalb amDonnerstag in der Innenstadt Fahrradkontollen durch. Dabei überprüften die Polizisten nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern boten den Besitzern die Möglichkeit an, die Gefährte Online zu registrieren.

Die Bilanz am frühen Nachmittag nach den Kontrollen in der Fußgängerzone und an der Goethestraße war ziemlich ernüchternd: Allein 25 mündliche Verwarnungen wegen Fehlverhaltens im Straßenverkehr und zwei Verwarnungen in der Fußgängerzone. Erfreulich war, dass die Daten vieler überprüften Fahrräder beim „Speichenkommissar“ registriert waren. Unter dem Namen „Speichenkommissar“ ist eine Datenbank eingerichtet worden, die es Fahrradbesitzern erlaubt, Details ihres Fahrrades im Internet einzustellen und so der Polizei zugänglich zu machen.

„Bei Kontrollen können wir sofort feststellen wem das Fahrrad gehört“, erklärte Wittke, den primären Grund der Aktion – nämlich den Dieben ein Schnippchen zu schlagen. Die Polizei bot im Rahmen der Fahrradkontrollen auch rund 190 Schülern der Theodor-Heuss-Schule die Möglichkeit, ihre Gefährte im Vorraum zur Turnhalle direkt von der Polizei für die Online-Datenbank registrieren zu lassen. Dabei notierten vier Polizeikommissare der vierten Hundertschaft der Polizeischule Lüneburg unter der Leitung von Wittke den Fahrradtyp wie zum Beispiel Damen-, Herren- oder Rennrad, schrieben die Marke, Farbe und das Modell auf. Zudem notierten sie die Rahmennummer.

Bei der zuvor durchgeführten Überprüfung von 115 Fahrrädern der Schüler der sechsten und siebten Klassen wies fast jedes zweite Mängel auf. „Bei 55 Fahrrädern war die Lichtanlage nicht in Ordnung oder die Bremsen funktionierten nicht“, erklärte Wittke. Die Eltern werden von der Polizei nun per Telefon benachrichtigt, damit die Mängel beseitigt werden. „Diese Sicherheits- und Registrieraktion hat schon Tradition an unserer Schule“, erklärte THS-Sozialarbeiter, Detlef Lehmann, der gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin, Ulla Krause, für den reibungslosen Ablauf der Aktion sorgte. Durch die gute Zusammenarbeit „Schule – Polizei“ werde das Projekt auch an der IGS Rotenburg fortgeführt.

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