Dienstversammlung der Feuerwehren im Landkreis Rotenburg / 886 Einsätze im vergangenen Jahr

Hilfeleistungen stark rückläufig

Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann berichtete von einem geringeren Einsatzvorkommen.

Elsdorf - Einen großen Rundumschlag auf das vergangene Jahr der Feuerwehren hat es am Sonnabend in Elsdorf gegeben. Dort haben sich Vertreter von insgesamt 144 Ortswehren im Landkreis Rotenburg zur Dienstversammlung getroffen. Neben zahlreichen Berichten aus verschiedenen Projekten und der Lage der Brandschützer insgesamt vermeldete Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann einen Rückgang der Einsätze.

Zu 886 Einsätzen sind 13. 589 Feuerwehrfrauen und -männer ausgerückt. Die meisten fielen allerdings unter den Bereich „Technische Hilfeleistungen, wo die Kameraden zu Verkehrsunfällen, eingeklemmten Personen, Bahnunfällen, Flugzeugabstürze, Türöffnungen, Gefahrgutunfällen und bei Unwettern zu Sturm- und Wasserschäden gerufen wurden. Bemerkenswert: Mit 481 Einsätzen fällt diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr mit 871 Einsätzen um etwa 45 Prozent geringer aus. „Das lag aber im Wesentlichen daran, dass die Unwetter im Berichtsjahr nur punktuell ihr Unwesen trieben“, berichtet Kreisfeuerwehrsprecher Oliver Hein. Die Bandbreite sei demzufolge sehr hoch gewesen mit teilweise „tragischen Szenen“, bis hin zur Rettung einer festgefrorenen Ente.

6. 191 Feuerwehrfrauen und -männer

Ebenfalls rückläufig – wenn auch nur leicht – ist die Zahl der Brandeinsätze. In 405 Fällen und damit 13 Mal weniger als im Vorjahr rückten die Feuerwehren im Landkreis Rotenburg aus, um Brände zu löschen. „Das Portfolio reichte von Schornsteinbränden über Brände von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, brennenden Ställen und Reetdachhäusern, Landmaschinen und Fahrzeugen“, so Hein.

Im Landkreis versehen derzeit 6. 191 Feuerwehrfrauen und -männer ihren Dienst in 151 Ortsfeuerwehren, so Lemmermann während der Versammlung. Hinzu kommen 49 Jugendfeuerwehren mit 791 Mitgliedern und elf Kinderfeuerwehren mit 133 Mitgliedern. Angesichts dieser Zahlen erklärte der Kreisbrandmeister den Trend an aufzulösenden oder zusammenzulegenden Feuerwehren als gestoppt. Die Anzahl der Mitglieder und die Strukturen wiesen auf eine zukunftsfähige Feuerwehr hin, erklärte er den Abordnungen der Ortswehren sowie den ebenfalls anwesenden Gästen wie der zuständigen Dezernatsleiterin bei der Landkreisverwaltung, Heike von Ostrowski, Zevens Samtgemeindebürgermeister Jürgen Husemann, der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses Klaus Mangels, Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch, Polizeidirektor Burkhard Klein sowie weiteren Ehrengästen aus Feuerwehrkreisen.

2016 von Wettbewerben geprägt

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Sachstand des Digitalfunks – hier sein man laut Lemmermann mit leichter zeitlicher Verzögerung auf der Zielgeraden. Bei der Umrüstung habe es keine nennenswerten Reibungsverluste gegeben. Bei den in den Vorjahren kritisierten Zuteilungsquoten im Lehrgangswesen konnte Lemmermann mit dem Blick in die Zukunft Positives berichten: Hier wurden von der Niedersächsischen Akademie für den Brand- und Katastrophenschutz fast 70 Prozent der angeforderten Lehrgänge zugewiesen. Der Bedarf an Zugführerlehrgängen wurde zu 100 Prozent gedeckt. Auf Kreisebene konnten aus Kapazitätsgründen knapp 48 Prozent der Bedarfe mit Lehrgangsplätzen gedeckt werden.

Das zurückliegende Jahr war zudem von Wettbewerben geprägt, erklärte Lemmermann. Im September fanden in Klein Meckelsen die Regionalentscheide mit mehr als 70 teilnehmenden Gruppen aus mehreren Landkreisen statt. Die leistungsstarken Mannschaften aus Klein und Groß Meckelsen verpassten die Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindenden Landesentscheide, hier werden die Ortsfeuerwehren Kalbe und Volkensen den Landkreis Rotenburg vertreten. Die Landesentscheide werden am 10. September 2017 ebenfalls wieder von der Feuerwehr Klein Meckelsen in bewährter Form ausgerichtet.

Kreiswettbewerbe der Kreisfeuerwehr Rotenburg

Von Ostrowski überbrachte den Feuerwehrleuten die Grüße der Kreisverwaltung und ließ die Anschaffungen des Jahres Revue passieren. Unter anderem seien zwei moderne Rüstwagen an die Feuerwehren Gnarrenburg und Lauenbrück übergeben worden und haben ihre deutlich älteren Vorgänger abgelöst. Die Frau aus der Verwaltung kündigte für das kommende Jahr Investitionen und eine Modernisierung des Fuhrparks an. Auch an der Leitstellentechnik werde gerade gearbeitet, jedoch gibt es hier einige Monate Verzögerung in der Auslieferung. Die Arbeit der Feuerwehr werde dadurch allerdings nicht beeinflusst. 

mro

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