Hamburger Ensemble Shreveport Rhythm spielt in Rotenburg

Heimathaus gerät ins Schwingen

Das Quartett von der Hansestadt an der Elbe mit Markus Pohle (v.l.), Matthias Friedel, Helge Sachs und Andreas Nolte begeisterte das Publikum im Rotenburger Heimathaus. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Nicht nur die Mitglieder des Rotenburger Clubs „Just Jazz“ haben am Freitagabend im Heimathaus einen Musikabend mit Hot und Swing erlebt. Viele begeisterte Fans aus der Region wollten sich dieses Konzert nicht entgehen lassen. Es war einer der Höhepunkte und gleichzeitig Abschluss der diesjährigen Veranstaltungen von „Just Jazz“.

Der Vorsitzende des Clubs, Michael Wolf, hatte einmal mehr ein glückliches Händchen bewiesen, als er das Hamburger Quartett Shreveport Rhythm zu diesem Zweck engagierte. „Diese vier hervorragenden Musiker sind bereits zum dritten Mal bei uns zu Gast. Die Band wird im norddeutschen Raum als eines der besten Jazz-Ensembles gehandelt“, so Wolf am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit der Kreiszeitung.

Die vier Musiker Helge Sachs (Saxophon, Klarinette, Gesang), Markus Pohle (Piano, Gesang), Andreas Nolte (Gitarre) und Matthias Friedel (Schlagzeug) aus Hamburg bewiesen ihr Können auf ihre eigene sehr professionelle Weise. Sie brachten das gut besuchte Heimathaus ins Schwingen. Die Jazzer aus der Hansestadt an der Elbe begeisterten mit ihrem individuellen Shreveport-Jazz – einer Mischung aus musikalischer Raffinesse, heißen Arrangements und rhythmischem Drive. Dazu gekonntes witziges und dennoch sehr informatives Entertainment zwischen den Musikstücken.

Schon nach kurzer Zeit bewegten sich Hände und Füße der Zuhörer im Takt der Musik. Der Jazz der 1920er- bis 40er-Jahre riss das Publikum mit. Die Liebe der Band zum Swing war bei dem Konzert unverkennbar. Aber auch der traditionelle Jazz aus New Orleans und Chicago kam nicht zu kurz.

Der Schwerpunkt der Musik lag bei Stücken der Jazz-Größen Benny Goodmann oder auch Jelly Roll Morton. Helge Sachs glänzte mit seinem virtuosen Klarinetten- und Saxophonspiel sowie der charmanten Moderation. Pole machte seinem Namen als Stride- und Ragtime-Pianist alle Ehre. Seine Gesangseinlagen erinnerten stark an Louis Prima. 

Nolte gab der Band den richtigen Drive, und Friedel überzeugte am Schlagzeug. Nicht nur bei den Soli erhielten sie frenetischen Applaus des Publikums – immer wieder erhielten die Jazzer Beifall während der Performance. „Diesen Abend werde ich so schnell nicht vergessen. Die Lockerheit der Musiker hat sich schnell das Publikum übertragen. Da ist keiner ruhig sitzen geblieben“, so ein Besucher.

go

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