Zahlen für den 11. September liegen deutlich über denen von 2011

Großes Interesse an Briefwahl

Die Stimmzettel für die Stadtratswahl liegen im Rathaus bereit. Wer schon jetzt seine Stimme abgeben will, kann es dort tun.

Rotenburg - Von Michael Krüger. 48,8 Prozent. Die Beteiligung der Rotenburger Bürger bei der letzten Kommunalwahl 2011 ließ sehr zu wünschen übrig. Nicht einmal jeder zweite gab seine Stimmen ab. Auch wenn Landrat und Kreiswahlleiter Hermann Luttmann (CDU) am Dienstagabend am Rande der Podiumsdiskussion im Ratssaal Zweifel äußerte, dass es am 11. September besser wird – im Rathaus ist man guter Dinge. Grund für den Optimismus sei die Briefwahl.

Seit Mittwoch ist die Beteiligung bereits höher als vor fünf Jahren. Das berichtete Ordnungsamtsleiter Frank Rütter, bei dem die Fäden der Wahl-Organisation zusammenlaufen. 1.290 der gut 18.000 Wahlberechtigten hätten im Jahr 2011 ihre Kreuze per Briefwahl gemacht, 1. 304 Briefwähler zählte das Rathaus bis Mittwochnachmittag für die Abstimmung am 11. September. 

Rütter: „Wir liegen zum jetzigen Zeitpunkt rund 30 Prozent über dem Stand eineinhalb Wochen vor der Wahl im Jahr 2011.“ Das entspreche ungefähr dem Trend auf Landesebene, lasse aber auch eine insgesamt höhere Beteiligung vermuten. Gewählt wurde dafür gleich vor Ort im Wahlraum des Rathauses oder klassisch per Briefwahlpost. 

Dafür haben die Unterlagen teilweise weite Wege auf sich genommen, sagte Rütter. Bis nach Norwegen habe man die bunten Bögen für die Kreis- und Gemeindewahl versandt. „Es ist ein hoher Anteil an Menschen dabei, die sich die Unterlagen an eine andere Adresse senden lassen, in den Urlaub oder zur Kur beispielsweise“, so der Ordnungsamtsleiter.

Kommende Woche Freitag, am 9. September, wird der Briefkasten im Rathaus, in dem die Stimmzettel landen müssen, zum letzten Mal geleert. Anschließend ist die Briefwahl nur noch in Ausnahmen möglich. Bis 15 Uhr am Wahltag sei das Briefwahlbüro im Rathaus geöffnet, dort können die Stimmzettel beantragt und in die Urnen eingeworfen werden. Eine eigener Briefwahlvorstand zählt die Stimmen dann parallel zu den andern 16 Wahlbezirken der Kreisstadt aus.

Rütter rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am 11. September erst gegen 21 Uhr. Da es nur noch einen Wahlbereich in Rotenburg gebe, sei die Auswertung der Bögen deutlich schwieriger als noch vor fünf Jahren. Die Stimmzettel seien sehr groß, die Mitarbeiter noch einmal extra geschult worden. Live verfolgen lassen sich die Ergebnisse aus der Stimmenauszählung der einzelnen Wahllokale am Wahlabend im Ratssaal.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) appelliert an die „moralische Verpflichtung“ der Bürger, ihr Wahlrecht wahrzunehmen: „Das ist Ausdruck unseres Demokratieprinzips.“

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