Kartenvorverkauf startet

Rollentausch spielt Komödie „Geliebte Aphrodite“ von Woody Allen

Die Götter warnen den Vater davor herauszufinden, wer die leibliche Mutter seines Adoptivsohnes ist.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Amateurschauspieler von Rollentausch stehen das erste Mal bei der Probe voll kostümiert auf der Bühne der Theodor-Heuss-Schule. Heribert Eiden, Regisseur und Leiter der Theatergruppe der Kulturinitiative Rotenburg (Kir), feilt an der Mimik seiner Gruppe, gibt laut Anweisungen und korrigiert Textpassagen.

Die elf Akteure des Ensembles bemühen sich, das Geforderte sofort umzusetzen. Es ist die erste Intensivprobe für das neue Theaterstück „Geliebte Aphrodite“ des Autors Woody Allen, das am Freitag, 3. März, um 19.30 Uhr, genau an dieser Stelle Premiere feiern soll.

„Am Ende der vergangenen Spielsaison im März habe ich mich gefragt: Wer bleibt bei uns im Team?“, erklärt Eiden am Rande der Proben im Gespräch mit der Kreiszeitung. Manche der Akteure wollen eine Pause machen und andere hören ganz auf. So sei das Ensemble auf elf Amateurschausspieler (fünf Herren und sechs Damen) geschrumpft. Hinzu kommen eine Souffleuse, eine Maskenbildnerin und ein Techniker, so Eiden. Das Publikum habe in der vergangenen Zeit deutlich gemacht, dass es im weitesten Sinne eine heitere Unterhaltung will. „Darauf sind wir bisher immer wieder eingegangen – wenn auch oft mit ernstem Hintergrund“, sagt Eiden.

Das Ensemble stehe unter einem gewissen Zwang und würde gerne einmal nur ernste Stücke. Das hätten sie aber erst einmal auf Eis gelegt. „Bei der Suche nach einem passenden Stück sind wir auf Woody Allens ,Geliebte Aphrodite’ gestoßen, das für die Rollenbesetzung mit unserer Personalstruktur von der Anzahl und dem Alter bestens passt“, stellt Eiden fest. Es sei ein sehr gängiges Theaterstück, sehr fetzig und es ist heiter vor einem sehr ernsten Hintergrund. Wenn die Götter nicht wären, würde es zu einer Tragödie werden. „Sie holen die Menschen aus dem angerichteten Schlamassel wieder raus“, verrät der Regisseur.

Die Texte wurden im Mai verteilt. Im Juli haben die ersten Proben begonnen. „Wir haben zunächst gemeinsam das gesamte Stück durchgelesen“, verrät Eiden den Ablauf einer neuen Inszenierung. „Wir spielen heute den ersten Durchlauf bis Seite 63. Das ist gut die Hälfte des Stückes. Und: „Wir nutzen dieses erste Intensivwochenende als Indikator dafür, ob wir auf dem richtigen Wege und im Zeitplan sind“, ergänzt Eiden. „Das sind wir“, stellt er lakonisch fest.

Ab Januar 2017 beim zweiten Intensivwochenende würden die Proben in die Endphase gehen. „Bis dahin sollte alles stehen.“ Den letzten finalen Schliff am Stück schiebe er gerne weit nach hinten hinaus, um die Akteure nicht unter Druck zu setzen. Erst eine Woche vor der Premiere werde der erste komplette Durchlauf im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne gehen.

Zum Inhalt des Stücks äußert sich der Regisseur nur kurz: Die Galeristin Amanda und der Journalist Lenny Weinrib, ein New Yorker Ehepaar aus dem gehobenen Milieu, adoptieren ein Baby namens Max. Eigentlich wollte Lenny ein eigenes Kind haben, aber sie ist beruflich so eingebunden und hat keine Zeit ein Baby auszutragen. So entschließen sich beide zu dieser Adoption.

Der stolze Vater möchte eines Tages wissen, wer die leiblichen Eltern von Max sind. Die Götter raten ihm von dem Vorhaben ab, Nachforschungen zu betreiben. Er ignoriert den Rat und erfährt, dass die Mutter von Max eine Prostituierte ist – und damit nimmt das Drama seinen Lauf: Lenny besucht die leibliche Mutter in ihrem Arbeitsbereich. Die hält ihn für einen Freier.. Am Ende stehen beide vor einem Abgrund – und da greifen die Götter ein und retten die ganze Geschichte.

Neben der Premiere am 3. März wird das Stück am Samstag, 4. März, 19.30 Uhr, sowie einen Tag später, am Sonntag, 5. März, 18 Uhr aufgeführt. Weitere Termine sind der 10. und 11. März, jeweils um 19.30 Uhr. Alle Aufführungen finden in der Aula der Theodor-Heuss-Schule, Gerberstraße 16, in Rotenburg, statt.

Das Ticket kostet im Vorverkauf (Info-Büro und Famila in Rotenburg sowie Buchhandlung Wendel in Scheeßel) zwölf Euro. An der Abendkasse sind es 14 Euro. Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten die Eintrittskarten für acht Euro im Vorverkauf und zehn Euro an der Abendkasse. Der Verkauf beginnt am 1. Dezember.

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