„Gemeinsam nach vorn“

Diako-Kuratorium und Agaplesion-Vorstand sprechen über Werther-Nachfolge

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Wer kommt nach Rainer W. Werther ins Diakonieklinikum? Die Chef-Nachfolge wird weiter diskutiert.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Die scharfen Töne im Streit um die Demission von Rainer W. Werther als Geschäftsführer des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg sind vorerst passé.

Nach „Brandbriefen“ der Mitarbeiter und vor allem der kirchlichen Vertreter des Minderheitsgesellschafters vom Diakonissen-Mutterhaus mit dem Tenor, dass der Vorstand mit seiner einsamen Entscheidung „sowohl die Unternehmensgrundsätze von Agaplesion als auch die Prinzipien der Diakonie auf das Gröbste verletzt“ habe, ist nun ein neuer Gesprächstermin vereinbart.

„Im nächsten Schritt werden die Gesellschafter des Diakonieklinikums und des Diakonissen-Mutterhauses über das weitere Vorgehen bei der Suche nach einer Nachfolge in der Geschäftsführung entscheiden. Die nächste Beratung findet in der regulären Gesellschafterversammlung am 22. November statt“, teilte am Mittwoch Agaplesion-Unternehmenssprecher Tino Drenger mit. 

In der vergangenen Woche hatte der designierte Werther-Nachfolger Georg Schmidt mitgeteilt, dass er „vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Diskussionen auf Gesellschafterebene die Stelle des Geschäftsführers nicht antreten“ werde.

„Offene Aussprache“ hat stattgefunden

Landessuperintendent Hans Christian Brandy sagte am Mittwoch, dass es über die gegenüber dem Agaplesion-Vorstand geäußerte, „deutliche Kritik“ eine „offene Aussprache“ gegeben habe. Mit dem Ergebnis: „Der Vorstand hat für den Verfahrensfehler in aller Form um Entschuldigung gebeten. Das haben wir als Vertreter des Mitgesellschafters Diakonissenmutterhaus akzeptiert.“ 

Brandy hatte in einem Brief an den Vorstand von einer „handstreichartige Entscheidung“ des Vorstands gesprochen, die gegen alle Vereinbarungen zur Absprache verstoße. Nun aber gelte es, „gemeinsam nach vorn zu schauen“. Es liefen Gespräche für eine gute Lösung. Wichtig sei bei alledem, dass die Kritik aus dem Mutterhaus stets das Verhalten des Vorstands betraf, nicht die Person Schmidt.

Nach dem öffentlich ausgetragenen Disput ist auch der Agaplesion-Vorstand in Frankfurt um Beruhigung bemüht: „Ich empfinde die Gespräche, die zurzeit laufen, als sehr zielführend und wertschätzend. Aus unserer Sicht arbeiten wir konstruktiv miteinander und werden bald zu einer guten Entscheidung für die Besetzung der Geschäftsführerposition kommen“, so der Agaplesion-Vorstandsvorsitzende Markus Horneber am Mittwoch. 

Und weiter in Richtung der Kollegen: „Die Mitarbeitenden können versichert sein, dass wir ihre Fragen deutlich wahrnehmen und sie über die Überlegungen zur Zukunft des Diakonieklinikums Rotenburg informieren werden.“

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