Strandhouse am Weichelsee verwandelt sich am Wochenende in eine andere Welt

„Floorfreude“ auf das erste „Hej, Minimal Open Air“

Madeleine Benke (v.l.), Samuel Kafka und Pauline Sievers vom Deko-Team stellen ihre Kreativität unter Beweis und sorgen für eine bunte Location auf dem Gelände. Die jüngste Mitorganisatorin ist die dreijährige Matilde. - Foto: Ginter

Rotenburg - Von Jessica Ginter. „Bunt, speziell, verträumt, naturbezogen und besonders“ – so beschreibt Daniel Schorpp das „Feeling“ und die Atmosphäre des „Hej, Minimal Open-Air-Festivals“. Am Wochenende geht das laut Organisatoren „kleine, aber feine“ Festival beim „StrandHouse“ am Rotenburger Weichelsee in seine erste Runde.

Ulrich Schorpp, Geschäftsführer des „StrandHouse“, und sein Sohn Daniel (28) sind zuversichtlich. Seit 2012 veranstalten sie gemeinsam jährlich drei bis vier Minimal-Partys am Weichelsee, „doch diese fallen immer recht klein aus“, sagt der Geschäftsführer. Im vergangenen Jahr hatte Daniel Schorpp dann die spontane Idee, aus den Partys ein Open Air zu machen, woraufhin in diesem Jahr ein „richtiges kleines“ Festival folgt.

Die Besucher erwarten 20 DJs, die mehr als 17 Stunden lang für eine Musik-Mischung aus Deep House, Tech House und „Schneckno“, also eine Art von entschleunigtem Techno, sorgen werden. Mit dabei sind neben „Monolink“, „Girls auf Chill“ und „Baba Sikander“, auch „Die Gebrüder Dargus“, „Moji Taali“ und „Tante Dante“.

Daniel Schorpp: „Wir werden zu dem großen Open Air-Bereich im ,StrandHouse’ eine weitere Bühne haben. Das wird der ,Sleepless-Bereich’“, verkündet er. Denn dort spielt von Freitag ab 22 Uhr bis Sonntag 15 Uhr durchgehend Musik. „Wir verwandeln das ,StrandHouse’ in eine ganz andere Welt“, so sein Versprechen.

Dafür soll vor allem die künstlerische und ausgefallene Dekorationsarbeit sorgen. Mit nachhaltiger und selbstgestalteter Deko und verschiedenen Kunstprojekten zum Anfassen und Anschauen „machen wir die Location zu etwas Besonderem“, kündigt Schorpp an. So können sich die Minimal-Fans auf Peace-Zeichen aus Stöckern und Ästen, selbst gebaute und vor allem gemütliche Sitzmöglichkeiten, leuchtende Holzkisten und Traumfänger aus Fahrrad-Speichen freuen, verrät der Veranstalter. Auch die Bühnen und Traversen werden mit Holz verkleidet sein, sodass alles so natürlich wie möglich erscheint. „Das Programm und die Atmosphäre werden eher ruhig sein“, sagt Daniel Schorpp. „Die Leute sollen das genießen, und wir werden alles etwas ruhiger angehen – nicht zu vergleichen mit einem Open-Air wie der ,Summer Sensation’“, steht für den Veranstalter fest. Er rechnet mit „ein paar hundert Leuten“. „Mittlerweile hat sich so eine kleine Minimal-Szene, oder man könnte auch sagen, ein Fan-Club gebildet“, ergänzt der Chef. Das Entscheidende sei für die beiden, dass sich die Besucher in den vergangenen Jahren „friedlich, ordentlich und entspannt“ verhalten hatten.

Trotzdem seien alle, die noch nie bei einer Minimal Party gewesen sind, eingeladen. Mit dem Open-Air-Bereich bieten die Veranstalter die Möglichkeit, sowohl ein Lagerfeuer, Sand, Sonne und Cocktails mit Freunden zu genießen, als auch einen Moment barfuß und einfach nur für sich zu sein, sagt Daniel Schorpp. Was bei einem Festival nicht fehlen darf: ganz klar, eine Camping Area. „Den Freitag haben wir ab 15 Uhr als Anreisetag für alle Camping-Gäste vorgesehen“, erklärt der 28-Jährige. Der Zutritt zum Festival-Gelände ist ab 22 Uhr geöffnet und lade somit zum „Warm-Up“ im „StrandHouse“ ein – was so viel bedeutet, wie „ein entspanntes Beisammensein und ein paar Acts anhören“, ergänzt Ulrich Schorpp. Am Samstag geht es dann offiziell um 12 Uhr mit dem Festival-Programm los, das am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr endet.

Damit das erste „Hej, Minimal Open Air Festival“ ein Erfolg wird, werkeln, basteln, bauen und planen rund 40 Beteiligte seit Montag auf dem Gelände am Weichelsee. „Die meisten von ihnen machen das ehrenamtlich“, ergänzt Daniel Schorpp. „Unsere Floorfreue steigt“, sagt er lachend. Den Einlass gestatten die Veranstalter ab 18 Jahren. Tickets gibt es noch im „Strand House“ selbst und an der Abendkasse für 18 Euro pro Person.

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