Gefährliche Spinne in Rotenburger Lidl-Filiale 

Experte hat die Gefahr fix im Griff

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Auch in der Lidl-Filiale an der Brockeler Straße sind wieder Bananen zu haben. Denn: Die Spinne, die am Samstag in einer der Bananenkisten gefunden worden war, ist von einem Experten eingefangen worden. Weitere Spinnen gab es nicht. 

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Der Rotenburger Lidl-Markt an der Brockeler Straße ist am Sonnabendnachmittag gut besucht. Ein 61-jähriger Kunde hält sich gerade in der Obst- und Gemüseabteilung auf, als er eine gefährliche Entdeckung macht: In einer der Bananenkisten hat sich für den Mann gut sichtbar eine Brasilianische Bannanenspinne niedergelassen.

Der Kunde reagiert spontan und alarmiert sofort den Filialleiter und berichtet von seinem außergewöhnlichen Fund. Der Markt-Chef bleibt besonnen, um bei den Kunden keine Panik auszulösen und leitet die vorgeschriebenen Maßnahmen ein, die in solchen Fällen eine Gefahr für die Kunden im Keim ersticken soll.

Isabel Lehmann, Mitarbeiterin der Pressestelle bei Lidl Deutschland in Neckarsulm, erklärt auf Anfrage der Rotenburger Kreiszeitung, warum es immer mal wieder zu solchen Vorfällen kommen kann: Die Tiere können mit den Bananenkisten unabsichtlich eingeschleust werden. „Spinnen können sich bei der Ernte an der Frucht befinden, überleben den Transport von Südamerika – in diesem Fall aus Kolumbien – nach Europa aber nur äußerst selten“, so Lehmann. Sollte jedoch einmal ein Tier gefunden werden, dessen Herkunft und Gefahr nicht abzuschätzen sind, werden umgehend gemäß einer standardisierten Alarmierungskette der Schädlingsbeauftragte und die Feuerwehr zur Unterstützung gerufen.

Kunden müssen Geschäft verlassen

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern sichert der Marktleiter also zunächst den Gefahrenbereich mit Tischen und Absperrband ab und alarmiert dann um 14.45 Uhr die Rotenburger Polizei. Diese setzt einen Streifenwagen mit zwei Beamten in Bewegung. Bis zu ihrem Eintreffen bitten Marktleiter und Mitarbeiter die Kunden, das Geschäft zu verlassen. Zudem wird der Sachverständige der Auffangstation für Reptilien und Gefahrtiere, René Becker aus Brockel, sofort zur Hilfe gerufen. Bei seinem Eintreffen ist der Lidl-Markt bereits fast menschenleer. Nur die beiden Polizeibeamten und das Personal stehen in der Nähe des Gefahrenbereiches. Beim Blick in die Bananenkiste bestätigt er den Verdacht, dass es sich um eine Brasilianische Bananenspinne handelt.

Das ist eine Bananenspinne. 

Schon hat er einen kleinen Plastikbehälter zur Hand, stülpt diesen über das gefährliche Krabbeltier und schiebt von unten den Deckel nach, bis der Behälter geschlossen ist. Die Gefahr ist gebannt, und bei allen Anwesenden löst sich langsam die Spannung. Inzwischen ist auch der Leiter des Rotenburger Ordnungsamtes, Frank Rütter, eingetroffen, der die Sachlage mit einschätzen soll. „Wir müssen nun alle Kisten durchsuchen, ob sich nicht noch weitere Tiere in den Kisten befinden“, erklärt Becker den Anwesenden, dass die Gefahr noch nicht vorbei ist. Das nimmt einige Zeit in Anspruch, aber weder Getier noch weitere Brut sind zu finden. Als jegliche Gefahr ausgeschlossen ist, gibt es um 16.35 Uhr Entwarnung von den Einsatzkräften. Der Spuk hat endgültig ein Ende. Die Kunden können das Geschäft wieder gefahrlos betreten.

Der Experte nimmt die Spinne mit nach Brockel und setzt sie dort in ein Terrarium. „Getötet wird das Tier von uns nicht, aber erfahrungsgemäß ist die Überlebenschance nur gering“, so der Experte. Zudem relativiert er die Gefahr ihres Bisses: „Er kann, muss aber für den Menschen nicht tödlich sein.“

Übrigens: „Auch die Lieferungen in weitere Lidl-Filialen wurden überprüft, um die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten“, so die Pressesprecherin. Und: Bananen seien ab sofort auch bei Lidl in Rotenburg wieder erhältlich.

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