Fernschachfreunde beim Jahrestreffen in Waffensen

Denksport mit Historie

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Nach dem Turnier der Fernschachfreunde in Waffensen ehrte Uwe Bekemann (v. r.) vom Vorstand der Schachorganisation Sieger Uwe Kersten und Vizemeister Uwe Mehlhorn, denen auch Organisationsleiter Horst Wilshusen gratulierte.

Rotenburg - Von Manfred Klein. Der Deutsche Fernschachbund (BdF) gilt mit seinen 1 950 Mitgliedern weltweit als größte nationale Fernschachorganisation. Da musste es verwundern, dass beim alljährlichen „Deutschen Fernschachtreffen“, zum Wochenende ausgerichtet im Mehrgenerationenhaus in Waffensen, lediglich 13 sportliche Denker beim Fünf-Runden-Turnier an den schwarz-weiß karierten Brettern saßen. Der Rotenburger Fernschachspieler Horst Wilshusen, in dessen Händen die Organisation des Treffens lag, war ob der sparsamen Resonanz nicht unbedingt begeistert: „Wir müssen uns für das nächste Mal etwas einfallen lassen.“

Für das nunmehr 61. Deutsche Fernschachtreffen der am 25. August 1946 in Frankfurt am Main gegründeten Schachorganisation hatten sich als Gäste auch drei Mitglieder des Schachklubs Springer Rotenburg angemeldet und im Turnier mitgespielt: Gerhard Pillmann, Stefan Krautwasser und Joshua Voigt landeten im Schachturnier Achtungserfolge, Krautwasser konnte seinen fünf Gegnern immerhin vier Remisen abtrotzen.

Den Sieg im Turnier sicherte sich Uwe Kersten aus Kassel vor Uwe Mehlhorn aus dem thüringischen Ilmenau und Robert Klemm aus Bremen. Der am weitesten angereiste Teilnehmer am Jahrestreffen der Fernschachfreunde war übrigens Mario Giesel aus Erding bei München.

Neben Schach pflegten die Sportsfreunde auch Geselligkeit bei ein paar Runden Skat und Ausflügen in die Umgebung. Samstagnachmittag widmeten sich die Teilnehmer Regularien und Berichten in der Jahreshauptversammlung des BdF.

Am Vortag des Treffens unternahm Horst Wilshusen mit den Schachfreunden aus allen Teilen Deutschlands eine Besichtigungstour durch Rotenburg, erklärte die Geschichte einiger historischer Gebäude und parlierte über die vielfältige Kunst im öffentlichen Raum. Beim Besuch der Cohn-Scheune Am Kirchhof erläuterte Manfred Göx vom Förderverein Cohn-Scheune den Gästen die Geschichte des Gebäudes, die aktuelle Ausstellung im Haus und berichtete vom Leidensweg der jüdischen Familie Cohn.

Den Ausklang des Traditionstreffens der Fernschachfreunde organisierte Wilshusen mit Siegerehrung und Abendbüfett im Waffenser Restaurant Taranga.

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