Vorstand ist auf der Suche nach weiteren Fahrern

Bürgerbus-Team bietet Probefahrt an

Wer hat Lust, den Bürgerbus zu fahren? Der Bürgerbus-Verein Rotenburg sucht noch Unterstützung und bietet Interessenten auch Probefahrten an, um auszuprobieren, wie es ist, mit „Robby“ durch die Kreisstadt zu fahren.

Rotenburg - Von Guido Menker. Der Bürgerbus-Verein Rotenburg braucht Verstärkung. Zwar verfügt er über 40 Fahrer, aber von denen stehen zurzeit nur 31 regelmäßig zur Verfügung. Und: Bei 15 Fahrern ist im Laufe des nächsten Jahres die Gesundheitsüberprüfung fällig.

„Es ist damit zu rechnen, dass nicht alle von ihnen weitere fünf Jahre zur Verfügung stehen“, sagt der Vorsitzende Bernhard Franz. Es könnte also nach und nach etwas eng werden, wenn sich keine potenziellen Nachfolger finden. „Wir benötigen für die beiden Linien noch zehn bis zwölf Männer und Frauen, die mindestens 21 Jahre alt sind, seit mindestens zwei Jahren einen Pkw-Führerschein haben und bereit sind, unsere beiden Bürgerbusse zwei bis vier Mal im Monat für einen Vormittag oder Nachmittag durch Rotenburg zu steuern“, so der Vorsitzende. 

Es sei zwar nach wie vor so, dass einige der Fahrer bereit sind, auch mehrmals im Monat am Steuer von „Robby 1“ oder „Robby 2“ Platz zu nehmen, aber unter dem Strich sei es erforderlich, einen festen Stamm von 40 Ehrenamtlichen zu haben.

Franz weiß, dass es durchaus den einen oder anderen Interessenten gibt, diese aber Respekt vor der Größe des Busses haben und es sich eben nicht zutrauen, diesen durch die Kreisstadt zu lenken. „Das ist nicht sehr viel anders als bei einem normalen Pkw“, sagt Franz. Aber am besten sei es, es einmal selbst auszuprobieren.

Genau diese Möglichkeit will der Verein von nun an allen Interessenten anbieten. Entweder, man meldet sich in der Geschäftsstelle und verabredet für die Probefahrt einen festen Termin, oder man nutzt die Aktionstage, die bis Oktober parallel zu größeren Veranstaltungen in Rotenburg geplant sind. Los geht es damit am 13. August – der Samstag des Rotenburger „La Strada“-Wochenendes. „Wir platzieren uns mit unserem Info-Stand am Rande der Veranstaltung – im Falle des La-Strada-Wochenendes an der Haltestelle Pferdemarkt direkt vor dem Amtsgericht“, so Franz. 

Von 10 bis 17 Uhr stehen Vereinsvertreter und einer der beiden Busse zur Verfügung. Während der Veranstaltungen verteilen Vereinsmitglieder Handzettel in der Innenstadt, um auf sich und die Aktion aufmerksam zu machen. Weitere Termine für die Aktion sind der Kartoffelmarkt Ende September sowie der Naturerlebnismarkt am 9. Oktober. „Wir hoffen, dass wir so unseren ehrenamtlichen Stamm vergrößern können und vielleicht sogar eine Erschließung der übrigens Rotenburger Ortschaften ins Auge fassen können“, sagt Franz.

Dabei macht er deutlich, dass der Bürgerbus schon jetzt auf der Erfolgsspur unterwegs ist. Seit Dezember 2012 haben 51.500 Fahrgäste im „Robby“ Platz genommen. Mit der Erweiterung auf einen zweiten Bus und der gleichzeitigen Rückkehr auf zwei Linien im 60-Minuten-Takt sei die Zahl der Fahrgäste um 25 bis 30 Prozent gestiegen. Und das macht der Verein alles ehrenamtlich – nicht nur am Steuer, sondern auch in der Geschäftsstelle. 

„Würden wir jedem Fahrer den Mindestlohn von 8,50 Euro zahlen, kämen wir auf rund 40.000 Euro pro Jahr. Bekämen auch die Mitarbeiter im Büro 8,50 Euro, wären es sogar 50.000 bis 60.000 Euro, die wir jährlichen ausgeben müssten“, macht Franz deutlich, von welchem Ausmaß das Engagement ist.

Wer Kontakt zum Rotenburger Bürgerbus-Verein aufnehmen möchte, kann immer dienstags in der Zeit von 9.30 bis 10.30 Uhr direkt ins Büro an der Wallbergstraße kommen, oder sich unter der Telefonnummer 04261 / 4140635 melden. Darüber hinaus ist der Vorstand auch unter der E-Mail-Adresse info@buergerbus-row.de per Mail zu erreichen.

www.buergerbus-row.de

Vier wichtige Fragen

Wer Interesse daran hat, sich als ehrenamtlicher Bürgerbusfahrer zur Verfügung zu stellen, vielleicht aber noch unsicher ist, stellt sich womöglich folgende Fragen.

Was bekomme ich fürs Fahren des Bürgerbusses? Es gibt kein Geld, die Fahrer erhalten aber etwas, was unbezahlbar ist, sagt der Vorsitzende Bernhard Franz: Ein Lächeln von den Fahrgästen, ein freundliches „Dankeschön“ und wenn es gut läuft, ein nettes Gespräch. Von den Kollegen ernteten die Fahrer Anerkennung, dazu komme ein fast familiäres Miteinander und natürlich Hilfe, wenn es mal klemmt. Vom Verein gebe es ferner jede Unterstützung, die erforderlich ist.

Wie bekomme ich als Fahrer meine Termine? Es gibt für jeden Monat einen Fahrerplan, den der Fahrdienstleiter Hermann Martin erarbeitet. Immer am dritten Donnerstag eines Monats wird alles bei einem Fahrertreffen besprochen, nachdem sich alle Fahrer selbst in die Liste eingetragen haben.

Wie oft im Monat soll ich fahren? Von „sollen“ könne keine Rede sein. Jeder, der sich als Fahrer zur Verfügung stellt, fahre freiwillig. Franz: „Wir freuen uns über zwei bis sechs Einsätze je Monat, jeweils für vier Stunden – entweder vor- oder nachmittags.“

Und was ist, wenn einmal etwas passiert? „Wir sind versichert!“ Der Vorstand reiße „niemandem den Kopf ab“, aber es sei wichtig, Schäden oder Unfälle unverzüglich zu melden, erklärt Bernhard Franz.

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