Sportliches Spektakel in der Rotenburger Fußgängerzone

Mit Bizeps und Willenskraft für den guten Zweck

Insgesamt 3700 Klimmzüge schaffte das Team der Streetworker Rotenburg („Sworow“) in vier Stunden für den guten Zweck am Sonnabend in der Rotenburger Fußgängerzone. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Lautes Ächzen und Stöhnen sowie Anfeuerungsrufe der Zuschauer in der Rotenburger Fußgängerzone. Schnell war der Grund herausgefunden: Nach dem Motto „Klimmzüge für gute Zwecke – jeder Klimmzug zählt“ haben Mitglieder des Rotenburger Streetworkout-Teams „Sworow“ am Sonnabend, dem „Welt-Klimmzugtag“, in vier Stunden 3.700 Mal ihren Körper nur mit Muskelkraft an einem mobilen Reck hochgezogen.

Die Zuschauer des sportlichen Spektakels hatten Gelegenheit, ihre Anerkennung für die Leistung mit einem kleinen Obolus auszudrücken. So füllte sich das auf dem Schiedsrichtertisch aufgestellte Sparschwein zusehends. „Auf diese Weise kamen immerhin 205 Euro für einen guten Zweck zusammen“, erklärt Streetworker Eduard Hermann, der diese Aktion in der Kreisstadt organisiert hatte. Ihm zur Seite standen Herbert Neumann (Präventionsrat), Harald Meyer (Fortuna) und Rolf Ludwig (TuS). Auch Thomas Teuber vom Präventionsteam der Polizei beobachtete voller Anerkennung die Klimmzüge der jungen Menschen. 

Das Rotenburger Wirtschaftsforum zog den Hut vor dieser Aktion, bei der einige Sportler bis an ihre Belastungsgrenze gingen. Die Unternehmer wollen jeden Klimmzug gebührend honorieren. Der Betrag soll dann zusammen mit dem Baren aus dem Sparschwein an den Freibettfonds des Rotenburger Diakonieklinikums gespendet werden.

Danny Rinner und Gerrit Kahle schafften während der Aktion jeweils unglaubliche 443 Klimmzüge, erklärte Hermann nicht ohne Stolz, um nur zwei aus dem Team der 16- bis 40-Jährigen hervorzuheben, die alle äußerst engagiert waren. Eine tolle Aktion der Rotenburger Jungs, die den Ruf der Kreisstadt als sportfreundliche Stadt wieder einmal bewiesen haben.

Übrigens, die Idee des Weltklimmzugtags stammt ursprünglich aus Lettland, wo Streetworkout viele Anhänger hat. In diesem Jahr war es die dritte Auflage dieser Aktion, an der rund 8.000 Menschen aus 60 Städten weltweit teilnehmen. 

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