Alle gegen andere

Kommentar: Klassisches Eigentor

Michael Krüger ist Leiter der Lokalredaktion Rotenburg.

Das nennt man wohl eine Steilvorlage. Erst die Grünen mit dem Besuch ihres Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler, nun zumindest ein Teil der „etablierten“ Stadtratsparteien: Es wird politisch darum geworben, andere nicht zu wählen. 

Anstatt Alfa und AfD rechts liegen zu lassen, holt man sie aufs kommunalpolitische Spielfeld. Und das völlig ohne Not. Die neue „Alternative“ Alfa basiert in der Region einzig und allein auf dem Engagement des Sottrumer Unternehmers Peter Drewes, die AfD im Kreisgebiet ist auf Initiative des gebürtigen Rotenburgers Karsten Dustin Hoffmann entstanden. Das war es dann aber auch schon. Regionale Inhalte bislang: weitgehend keine. Antworten auf die Herausforderungen in der Kreisstadt: keine. Engagement für die Stadtpolitik seit Gründung: null. 

Es wäre also naheliegend, die neue Konkurrenz vom populistischen Rand sich selbst zu überlassen. Stattdessen werden sie zum Thema gemacht. Und die „Diffamierten“ laben sich in ihrer Opferrolle. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch ein Zeichen dafür, dass manch einer den Wähler unterschätzt: Dem Bürger sollte die Kompetenz, zu wissen, wem er die lokale Verantwortung überlässt, nicht abgesprochen werden. Selbst wenn die selbsternannten „Alternativen“ in den Rat einziehen, bleiben sie eine Minderheit. Damit muss man sich demokratisch auseinandersetzen. Inhaltlich sollte das auch künftig kein Problem sein. Die Warnung im Vorfeld ist, um im sportlichen Bild zu bleiben, allerdings ein klassisches Eigentor.

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