Martina Seifert aus Rotenburg gehört zum festen Stamm der Helfer

Zum achten Mal ganz nah dran am  „La Strada“

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Martina Seifert freut sich auf das „La Strada“-Wochenende vom 12. bis 14. August in der Rotenburger Innenstadt. Die 56-Jährige ist zum achten Mal als Helferin mit von der Partie.  

Rotenburg - Von Guido Menker. Martina Seifert lacht. Sie freut sich riesig auf die achte Ausgabe von „La Strada“ in Rotenburg. Eine Woche noch, dann steht die Kreisstadt wieder ganz im Zeichen internationaler Künstler. Die 56-Jährige ist an allen drei Tagen dabei – und zwar als eine von mehr als 100 Helfern, die dieses Fest überhaupt erst möglich machen. „Mit den ehrenamtlichen Helfern steht und fällt diese Veranstaltung“, sagt Uwe Goldschmidt. Er gehört zum Vorstand der Kulturinitiative Rotenburg (Kir), die sich auch in diesem Jahr der tatkräftigen Hilfe von vielen begeisterten Frauen und Männern sicher sein kann.

Martina Seifert weiß genau, was auf sie zukommt, denn die Rotenburgerin ist von Beginn an dabei. „Ich hatte es damals in der Zeitung gelesen, dass die Kulturinitiative Helfer dafür sucht. Ich kannte ,La Strada‘ aus Bremen und fand es einfach klasse, dass es nun auch nach Rotenburg kommt.“ Sie mischte also mit – zunächst am Info-Stand, an dem auch die Programmhefte verkauft werden, und später auch noch bei der Gala am Samstagabend in der Aula der Realschule.

Mittlerweile gibt es Zwei-Stunden-Schichten

Einmal dabei – und nicht mehr davon losgekommen: „Mich begeistert es, wenn die ganze Stadt mit Leben gefüllt ist“, sagt die alleinstehende Mutter einer inzwischen erwachsenen Tochter. In den ersten Jahren waren die Helfer in Vier-Stunden-Schichten eingeteilt, mittlerweile sind es Zwei-Stunden-Schichten. „Dadurch haben auch wir die Möglichkeit, ein wenig mehr vom Programm mitzubekommen“, sagt die kaufmännische Angestellte. Und wenn sie dann in der für sie freien Zeit zu den Plätzen schlendert, auf denen die Künstler ihr Publikum begeistern, dann packt so trotzdem mit an, wenn einmal irgendwo Not am Mann ist. „Wir sind wirklich eine sehr eingeschworene Gemeinschaft – da ist das selbstverständlich.“

Die 56-Jährige lobt die Zusammenarbeit und auch die Organisation. Um nämlich die Verantwortung auf seiten der Kir auf mehr Schultern zu verteilen, gibt es inzwischen sieben Helfergruppen mit eigenen Schwerpunkten. Je eine für die Spielorte am Heimathaus, auf dem Pferdemarkt sowie auf dem Kirchhof, vier weitere für die Info-Stände, den Fahrdienst mitsamt Auf- und Abbau, zur Künstlerbetreuung und für die große „La Strada“-Gala.

Mit den Künstlern in Kontakt kommen

„Natürlich ist es auch mal anstrengend, aber wir alle haben das gleiche Ziel vor Augen und können uns voll aufeinander verlassen“, erklärt Martina Seifert. Sie selbst genieße es, nicht nur das Programm zu erleben, sondern auch mit den Künstlern in Kontakt zu kommen, zugleich aber auch neue Kontakte zu knüpfen, aus denen mitunter dann auch Freundschaften entstehen.

Ehrenamtliches Engagement hat für die Rotenburgerin mit dem Helfer-Einsatz bei „La Strada“ begonnen. Mittlerweile hilft sie auch abends bei Veranstaltungen im Haake-Meyer. Respekt und Zuneigung seien das, was sie als Anerkennung zurück bekomme.

„La Strada“-Wochenende, diesmal vom 12. bis 14. August

Es sind nicht mehr viele Helfer, die – so wie Martina Seifert – von Beginn an dabei sind. „Da kommen jedes Jahr neue Leute hinzu, andere hören auf“, weiß sie. Doch spätestens bei der Pause im Gemeindehaus der Stadtkirche kommen alle ins Gespräch und lernen sich kennen. Die Arbeit beschränke sich aber für die wenigsten auf die drei Veranstaltungstage. „Eigentlich geht es schon am Donnerstag los – und Feierabend ist erst am Montag.“ Martina Seifert macht das nichts aus – dieses jährliche „La Strada“-Wochenende, diesmal vom 12. bis 14. August, bezeichnet sie als „Stadtfest“.

Ganz in diesem Sinne gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Am Samstag bietet die Kir auf dem Pferdemarkt einen musikalischen Frühschoppen. Um 10 Uhr geht’s damit los, ehe dann am Nachmittag das Künstlerprogramm in der Stadt seine Fortsetzung findet. Mit ähnlich großer Spannung erwartet Uwe Goldschmidt auch die Eröffnung am Freitag ab 19.30 Uhr auf dem Pferdemarkt. Geplant ist die Aufführung einer spanischen Gruppe. Der Titel des Stücks lautet: „Tabel For Two“. Martina Seifert ist in beiden ganz Fällen nah dran – sie hilft nämlich im „Café Des Artistes“. Das steht auf dem Pferdemarkt.

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