Betriebsunfall

200 Liter giftiges Wasser im Boden

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Hektisch wurde gestern Abend der Boden auf der Verpressanlage für Lagerstättenwasser ausgekoffert. ·

Rotenburg - Von Jens Wieters - Die Arbeiter auf der Verpressanlage für Lagerstättenwasser des Energiekonzerns RWEDea in Grapenmühlen bei Visselhövede waren gestern Abend sichtlich bemüht, niemanden bei ihrer hektischen Betriebsamkeit in Vollschutzanzügen samt Atemmaske zuschauen zu lassen.

Dicke Bauzäune wurden rings um das Areal direkt an der B 440 aufgestellt. Ab und an verließ ein beladener Lastwagen das Gelände.

In der Kippermulde war giftige Flüssigkeit, die bei der Erdgasförderung anfällt und auf der Anlage in große Tiefe verpresst wird. „Im Zuge der derzeit laufenden Revisionsarbeiten an der Anlage Wittorf Z1 ist es nach einer Druckmessung zum Austritt einer geringeren Menge Lagerstättenwassers gekommen. Das Wasser befand sich in einer Leitung, die vor dem Auseinanderschrauben nicht ordnungsgemäß entleert worden war. Nach derzeitigen Messungen sind maximal 200 Liter auf eine Schotterfläche geflossen“, so RWEDea-Sprecher Derek Mösche. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie sowie Visselhövedes Bürgermeisterin Franka Strehse seien informiert worden.

Nach Mösches Angaben sei ein unabhängiger Gutachter vor Ort und habe Bodenproben entnommen. „Er überwacht auch das Auskoffern des betroffenen Bereichs. Betroffen ist eine Fläche von rund 25 Quadratmetern. Sobald die Analyse der Bodenproben abgeschlossen ist, wird das weitere Vorgehen in Abstimmung mit den Behörden festgelegt und durch RWE Dea kommuniziert“, so der Sprecher. Die Arbeiten dauerten bei Redaktionsschluss noch an.

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