Wachtelhof holt bei Konzert auf Gut Appel am Rand des Polo Cups gleich drei Acts auf die Bühne

Stimmiger Auftakt, wenig Publikum

Lokalmatador Thorsten Finner spielte neben Songs seines Soloalbums auch einige Beatles- und Oasis-Cover. - Foto: Heyne

Appel - Eine grüne Wiese mit weißen Zelten im Abendrot, dazu zwei Dutzend Stände mit allem, was Herz und Magen begehren, und dazu noch eine kleine Bühne mit entspannten Musikern – fertig ist das kleine Glück am Rande des fünften Hanseatischen Dolzer Polo Cups auf dem Gut Appel.

Ersonnen haben es in diesem Jahr Heiko Kehrstephan und seine Mitstreiter vom Wachtelhof, in den Vorjahren bereits für das Catering in der Verantwortung. „Als wir gebeten wurden, dieses Mal die gesamte Organisation zu übernehmen, lag der Gedanke eines kleinen Festivals nahe“, so der Geschäftsführer des Rotenburger Gourmet-Tempels. „Bei uns haben wir ja schon häufiger Einzel- oder Doppelkonzerte veranstaltet.“ Die Flächen des Guts Appel böten sich ideal an, um das Konzept nach außen zu tragen „und so auch denjenigen, die nichts mit Polo am Hut haben, diese wunderschöne Atmosphäre nahezubringen.

Allein: Der Massenansturm blieb aus; nur wenige Zuhörer fanden sich ein, um mit Finner, seinem niederländischen Labelkollegen „T.S. Elliott Appreciation Society“ und der Band „Fog Joggers“ gleich drei hörenswerte Acts zu erleben. Sie verpassten einiges, nicht nur musikalisch. Finner hatte neben Songs seines Soloalbums „Seaside“ wieder einige Cover wie sein Lieblingslied „Wonderwall“ von Oasis oder den ein oder anderen Beatles-Ohrwurm im Gepäck. Sein Kollege Tom aus Utrecht bot klassisches Singer-Songwriting, angesiedelt zwischen seinem Idol „Tallest Man on Earth“ und Johnny Cash. Die entspannten Klänge der beiden Singer-Songwriter ließen sich herrlich vom Liegestuhl oder im Gras im hochsommerlichen Ambiente genießen.

Konzerte auf dem Gut Appel

Beim letzten Act „The Fog Joggers“ füllte sich die Tanzfläche etwas; mittlerweile waren gut hundert Musikfans vor der Bühne und auf dem Gelände versammelt. Mit den Indie-Rockern war Kehrstephan ein veritabler Coup gelungen, die Band aus Krefeld mit Songs vorwiegend ihres aktuellen Albums „ From Heart to Toe“ in den hohen Norden zu bekommen, bevor es direkt nach dem Gig in Appel per Nightliner nach Österreich ging, um dort „Revolverheld“ zu unterstützen – dann vor einigen Tausend Zuschauern.

Veranstalter Kehrstephan mochte sich angesichts eines so stimmigen Konzertabends denn auch nicht über Zuschauerzahlen grämen: „Solche Veranstaltungen brauchen ihre Zeit, um sich zu etablieren. Der Anfang ist gemacht!“ - hey

 

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