Arbeiten am Lünzener Bruchbach beendet

Sand zu Kies, Rohre zu Rahmen

Ein Rahmendurchlass am Lünzener Bruchbach. Elf Stück davon wurden im Zuge der Renaturierungsmaßnahmen verbaut.

Fintel - Zum Schluss konnte Reinhard Trau ein gutes Zeugnis ausstellen: „Die Firma hat gut gearbeitet, die Zusammenarbeit mit den Betroffenen hat funktioniert und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, beendete der Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Obere Wümme den Abnahmetermin der Renaturierungsmaßnahme am Lünzener Bruchbach – südlich von Fintel. In der freiwilligen Trägerschaft des Unterhaltungsverbandes wurde außerdem der einmündende sogenannte Graben E in der Nähe der Siedlung Großenwede auf einer Strecke von rund 3.200 Metern naturnah umgestaltet.

Den größten Anteil nahm dabei der Einbau von Kies in die Gewässersohle ein. „Vorher war die ganze Sohle mit Sand bedeckt. Durch den Kies wurden jetzt Lebensräume für die Wirbellosen und Laichplätze für kieslaichende Fischarten geschaffen. Außerdem wurde jetzt eine Niedrigwasserrinne hergerichtet, sodass die Fische auch bei geringen Abflüssen genug Wassertiefe haben“, wird Trau in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert. Ein weiterer Teil der Umgestaltungsmaßnahme war das Ersetzen von alten Rohrdurchlässen in den Gewässern durch neue Rahmendurchlässe. Diese können von Fischen und Wirbellosen problemlos durchwandert werden.

Erlen sollen Schatten spenden

Im Zuge der Bauarbeiten wurde stellenweise der Oberboden im Böschungsbereich abgezogen. In diesen Bereichen werden sich schnell Erlen ansiedeln, welche langfristig die Gewässer beschatten und somit den Aufwuchs von Wasserpflanzen vermindern, heißt es. Ermöglicht wurde dies nicht zuletzt durch die Stiftung Naturschutz Rotenburg, welche die Randstreifen entlang der Gewässer bereitgestellt hat. Auch die privaten Anlieger der Renaturierungs-Strecken hätten den Bauablauf sehr kooperativ begleitet.

Im Rahmen der Umgestaltung wurden rund 3.600 Tonnen Kies in die Gewässer eingebracht und 13 Rohrdurchlässe entfernt, wovon elf durch einen Rahmendurchlass ersetzt wurden. Die Maßnahme stellt den zweiten Bauabschnitt dar, der erste Abschnitt wurde in 2015 fertiggestellt. Beide Abschnitte grenzen direkt an weitere Maßnahmen zur Fließgewässerentwicklung im Lünzener Bruchbach.

Die Kosten der nun beendeten Renaturierung wurden auf 260 .000 Euro veranschlagt, von denen 90 Prozent durch das Land Niedersachsen gefördert werden. die verbleibenden zehn Prozent übernimmt der Landkreis Rotenburg aus Mitteln der Ausgleich- und Ersatzzahlungen.  

mro

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