Ron Freytag über seine Begeisterung für große Open-Airs

„Festivals sind mein Hobby“

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Festivalbändchen gehören für Ron Freytag einfach dazu. „Sie sind ein Teil von mir“, betont der 19-jährige Lauenbrücker. 

Lauenbrück - Von Jessica Ginter. Festivalbändchen sind wie ein lieb gewonnener Freund: Sie sind immer da und man verbindet mit ihnen viele Erinnerungen. Deshalb fällt es Festivalgängern, unter ihnen auch Ron Freytag, häufig schwer, sich von den bunten Bändern zu trennen. Diese bleiben oft monate- oder sogar jahrelang am Handgelenk – bis sie sich in verfranzte Stofffetzen verwandeln und schließlich abfallen. Für den 19-jährigen Lauenbrücker sind die treuen Begleiter nach mehr als fünf Jahren jedoch mehr als nur eine Erinnerung.

Freytag trifft auf dem Hurricane-Festival gerne Freunde wieder.

Zwischen dem orangenen, grünen, violetten, gelben und blauen Bändchen vom Scheeßeler Hurricane-Festival verstecken sich Stoffbänder mit den Aufschriften „Airbeat One“, „Deichbrand“, „Stil vor Talent“ und „Ferdinands Feld Festival“. Zwölf Stück zählt Freytag aktuell. „Eins ist vor kurzem abgefallen. Das allererste, vom Hurricane 2011“, sagt er.

Begonnen hat das Sammeln und die Festivalleidenschaft bereits 2008 – als der damals Elfjährige erstmals mit Begleitung auf dem Scheeßeler Festival unterwegs war. Freytag erinnert sich: „Da habe ich nur den Auftritt von Fettes Brot gesehen.“ Drei Jahre später konnte er auf dem Gelände und dem Campingplatz das ganze Geschehen miterleben. „Bei jedem Festivalbesuch passieren so viele verrückte Dinge und selbstverständlich erinnere ich mich gerne an die Zeit zurück, wenn ich mir die Bänder so ansehe.“

„Die Bändchen sind ein Teil von mir“

Doch für den Lauenbrücker ist es mehr als das. „Die Bändchen sind ein Teil von mir“, erklärt er. Auch seine Freunde könnten sich den 19-Jährigen ohne den Armschmuck gar nicht mehr vorstellen. „Das passt einfach total zu Ron“, bestätigt seine langjährige Schulfreundin Edda Schmidt. Gemeinsam mit der 18-Jährigen teilt Freytag seit mehreren Jahren seine Erfahrungen auf den großen Open-Airs.

Allein seit Anfang dieses Jahres hat er ganze fünf Festivals besucht und startete am Mittwoch zum „SonneMondSterne“ nach Saalburg – in der Hoffnung, DJ David Guetta „endlich mal live zu erleben“. Die Tickets seien zwar teuer, doch bereut habe er einen Besuch noch nie. „Festivals sind mein Hobby – und deshalb investiere ich auch gerne.“

Doch was macht den Reiz aus? „Mir gefällt es einfach, ein Teil der Menge zu sein. Wenn alle gemeinsam feiern, sich für die gleiche Musik begeistern und die Atmosphäre spüren“, so der junge Mann.

Häufig werde Freytag auf die bunten Bänder, die schon bald seinen gesamten Unterarm bedecken, angesprochen: „Da kommen dann Reaktionen wie ,Wow, du bist ja schon ordentlich rumgekommen’, oder auf Partys zeigen die Leute einfach Interesse und fragen, wie ich die Festivals fand und welche Erfahrungen ich gemacht habe“, erläutert der ehemalige Eichenschüler.

Das Hurricane besuche er nämlich nur, um Freunde und Bekannte jedes Jahr wiederzusehen. „Da gehen halt einfach alle hin, und das ist cool.“

Festivals wie das Airbeat One oder das Ferdinands Feld schätze er vor allem wegen der Musik und der guten Planung. „Zum einen gefallen mir Electro, Techno und House mehr als Rock und Pop.“ Zum anderen seien Freytag ein Konzept, Thema und die Strukturierung eines Mottos wichtig. „Deko und schön beschmückte Bühnen machen vieles für mich aus“, sagt er. Sein großer Wunsch: „Irgendwann mal zum Tomorrowland nach Belgien zu fahren und diese großen Bühnen zu sehen.“

Gewiss werden also noch weitere Bänder an Freytags Arm Platz finden. Dass das nicht besonders hygienisch ist, dessen ist sich der 19-Jährige bewusst. Schon häufig sei er auf seinen Armschmuck auch negativ angesprochen worden. Doch er wisse, dass die Bakterien, die auf der Haut vorkommen und für den Menschen in der Regel ungefährlich sind, auch zu Infektionen führen und Lebensmittelvergiftungen auslösen können. „Dafür müssen die Erreger aber erst einmal in das Lebensmittel gelangen und sich dort ausreichend vermehren“, betont er. „Ich arbeite ja nicht im Gesundheitsbereich“, erwähnt der Lauenbrücker außerdem und gibt auch zu, dass er sich von seinen geliebten Erinnerungsstücken trennen würde, sobald ein Arbeitgeber dies von ihm verlange.

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