CDU muss die meisten Verluste hinnehmen

WSB verdoppelt das vorherige Ergebnis

Zwar stand das endgültige Ergebnis der Wahl bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Trotzdem gab es einen Trend. - Foto: Quebe

Bothel - Von Inken Quebe. Eine Packung für die CDU in der Samtgemeinde Bothel: Die Christdemokraten sind die klaren Verlierer der Wahl in der Samtgemeinde. Ganz anders sieht es bei der Wählergemeinschaft Samtgemeinde Bothel (WSB) aus. Sie konnte kräftig zulegen.

Auch wenn um 0 Uhr noch immer die Zahlen aus dem Wahlbezirk Bothel I fehlten, war ein Trend erkennbar. Danach kam die CDU auf 49,13 Prozent (-4,41 Prozent). Die SPD gewann um 0,05 Prozent und lag bei 28,09 Prozent insgesamt. Die Grünen verloren um 0,63 Prozent und landete bei 10,41 Prozent der Wählerstimmen, auf 9,68 Prozent kam die WSB (+5,09 Prozent). Die Bürgerliste Samtgemeinde Bothel, die das erste Mal angetreten ist, erhielt 2,66 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 66,19 Prozent etwas höher als beim letzten Mal. Im Jahr 2011 gingen noch 65,23 Prozent wählen.

„Ich freue mich, dass wir so einen sagenhaften Zuwachs haben“, sagte noch am späten Abend Carolin Muschter, Vorsitzende der WSB. Man werde abwarten, von welchen Parteien es Angebote für eine Zusammenarbeit gebe. „Da müssen wir uns aber noch abstimmen“, so Muschter.

Bei der CDU ging der Vorsitzende in der Samtgemeinde Bothel, Lothar Sause, nach dem ernüchternden Ergebnis schon auf Ursachenforschung. „Das ist ein Problem, dass die CDU im Allgemeinen hat“, so Sause. Er vermutet, dass viele aus Unzufriedenheit über die Christdemokraten auf Bundesebene eine der noch nicht etablierten Parteien gewählt hätten – sogar auf Kommunalebene. „Der Wähler lässt das die CDU spüren“, vermutet Sause. Dass auch der Austritt von Gabriele Hornhardt vor gut einem Jahr aus der Partei etwas damit zu tun hätte, glaubt er dagegen weniger. „Das hatte sicher einen gewissen Effekt, aber einen nicht zu großen.“ Eher habe es wohl eine Rolle gespielt, dass die CDU sich zu spät in Sachen Fracking positioniert habe. Davon habe die WSB stark profitiert, die sich da aus seiner Sicht stärker positioniert hätten.

Bei der SPD hingegen war die Vorsitzende Heidrun Röhrs zufrieden: „Das ist auf Samtgemeinde Ebene ja ganz positiv.“ Man habe in den vergangenen fünf Jahren gut gearbeitet und „der Wähler hat es gemerkt“. Sie fühlte man sich bestätigt in der Arbeit innerhalb der Partei.

Bei den Grünen um Vorsitzende Birgit Brennecke wollte man erst einmal das endgültige Ergebnis abwarten. Auch wenn es leichte Verluste gab, freute sie sich, dass „es keinen Erdrutsch gab“. Bei der Bürgerliste der Samtgemeinde hingegen war man sich im Klaren, dass es schwer wird, so Friedrich Lüning: „Wir wussten, dass es nicht reicht.“

+ Ergebnis Samtgemeinderat Bothel

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