Gemeinde will rund 1,24 Millionen Euro locker machen / Platz für Krippe und Hort

Kita-Neubau in Brockel

So soll die neue Kita an der Scheeßeler Straße in Brockel einmal aussehen. Die Gemeinde will rund 1,24 Millionen Euro in den Neubau investieren. Diskussionen gab es weniger ums liebe Geld, sondern über die Farbe des Dachs. - Repro: AZ-Architekten

Brockel - Rund 1,24 Millionen Euro will die Gemeinde Brockel für den Neubau einer Kindertagesstätte an der Scheeßeler Straße ausgeben. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig bei einer Enthaltung.

Über einen großen Kindersegen freut sich die Gemeinde Brockel – vielleicht auch, weil eine gute Betreuung in der Gemeinde gewährleistet ist. Denn von der Krippe bis zum Hort ist die lückenlos möglich.

Weil die Nachfrage nach Kinderbetreuung in der Gemeinde so enorm ist, haben die Kommunalpolitiker während der Sitzung am Montagabend den Neubau zur Unterbringung von je zwei Krippengruppen und zwei Hortgruppen beschlossen.

Das Projekt kostet 1,24 Millionen Euro, wobei sich die Gemeinde Zuschüsse vom Land für den Krippenbau von 360000 Euro und vom Landkreis 200000 Euro für den Hort erhofft. Der beauftragte Architekt Axel Zimmermann stellte die Planung vor, die zuvor mit Rita Maier, der Leitung des Kindergartens Brockel abgestimmt wurde. So entsteht der Neubau auf der Grünfläche vor der Grundschule an der Scheeßeler Straße.

Das Gebäude mit einem durchgehenden Satteldach und zwei separaten Eingängen wird neben den Hort- und Krippenräumen mit Ruhe- und Sanitärbereichen jeweils einem Verwaltungsraum für Hort und Krippe ausgestattet, wobei die Option zur Erweiterung besteht. Nur um die Dachfarbe gab es im Rat Differenzen. Der Planer regte an, ähnlich dem Aussehen der Grundschule das Dach in Anthrazit einzudecken.

„Das widerspricht allerdings den Vorgaben der Dorferneuerung, die eine rotbraune Dachfarbe vorschreibt“, erklärte Bürgermeister Rolf Lüdemann (CDU). Werner Meyer (SPD) befürwortete ein anthrazitfarbenes Dach, „weil wir an dieser Stelle einen zu großen Gegensatz hätten“.

Auch einige CDU-Ratsmitglieder fanden die dunklere Farbe her passend. Nach kurzer Sitzungsunterbrechung lehnte der Rat den SPD-Antrag auf ein Anthrazitdach ab und entschied sich für eine rotbraune Dachfarbe.

„Im Fachausschuss haben wir ausführlich den Neubau diskutiert und uns gefragt, brauchen wir den überhaupt und können wir uns ihn leisten? Nach intensiver Diskussion waren wir uns einig, dass wir ihn haben wollen“, formulierte Heinz-Hermann Bendig (SPD).

Dörthe Norden (SPD) äußerte sich skeptischer. „Ich bin von der Dynamik überrascht 1,2 Millionen Euro auszugeben. Warum hat man die Entwicklung nicht früher gesehen?“, hinterfragte Norden.

Werner Meyer (SPD) fand: „Mit dem Zuzug von jungen Familien sichern wir unseren Schulstandort langfristig.“ Der Bürgermeister betonte: „Die Dynamik spricht für die intensive Arbeit des Rates. Mit dem Neubau gehen wir einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Zudem wollen wir von der Förderung profitieren, die am 31. März ausläuft.“ - woe

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