Auftragsvolumen von 45 Millionen Euro

Wilmering übernimmt Netz von Weser-Ems-Bus

Bald sollen Busse von Wilmering auch im Landkreis Oldenburg Schüler und Erwachsene befördern. - Foto: Wilmering

Wildeshausen - Das Busunternehmen Gerhard Wilmering aus Vechta weitet aller Voraussicht nach sein Einsatzgebiet aus und wird ab August auch den Landkreis Oldenburg versorgen. Das ergab die Ausschreibung des Zweckverbands Bremen/Niedersachsen, für die aber noch eine Einspruchsfrist bis Dienstagabend besteht. Dennoch ist die Vechtaer Firma schon mit der Bekanntgabe vorangeprescht. Geschäftsführer Leo Wilmering: „Wir rechnen nicht mit Einwänden.“

Die Begeisterung über die zu frühe Bekanntgabe hält sich beim Zweckverband Bremen/Niedersachsen und dem Landkreis Oldenburg allerdings sehr in Grenzen. Deshalb gibt es auch noch keine offizielle Bestätigung der Vergabe, die durchaus einschneidend ist. Immerhin verliert Weser-Ems-Bus auf diesem Weg das wichtige Linienbündel Oldenburg-West. Der Auftrag umfasst auch den Schulverkehr. Das Volumen wird mit 45 Millionen Euro beziffert. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zehn Jahre.

Konkret geht es bei der Vergabe um ein Verkehrsgebiet mit der Stadt Wildeshausen sowie den Gemeinden Dötlingen, Großenkneten, Hatten und Wardenburg. Dort sollen nach Angaben von Wilmering ab 2017 insgesamt 56 Niederflur- und Gelenkbusse im Schulbusverkehr und auf Regionalverbindungen nach Oldenburg zum Einsatz kommen. Angeboten werden auch Wochenend- und Nachtbusverbindungen. Ingesamt sollen pro Jahr mehr als 1,4 Millionen Fahrplan-Kilometer erbracht werden.

„Geografisch passt diese Region zu unserem bisherigen Verkehrsgebiet und mit dem Bündel Oldenburg West wird die Lücke zwischen unseren Verkehren in den Landkreisen Vechta und Diepholz geschlossen“, sagt Wilmering. Er übernahm die Leitung des Betriebs im Jahr 1995 in dritter Generation.

Durch den Zuschlag sieht sich Wilmering auch für künftige Vergabeverfahren in der Region gut gerüstet. Das Verkehrsgebiet des Unternehmens umfasst die Landkreise Vechta, Cloppenburg, Diepholz, Nienburg und Oldenburg sowie Angebote in Bremen und Oldenburg. Aufgrund des neuen Auftrags soll die Fahrzeugflotte auf 140 Busse aufgestockt werden. Darüber hinaus plant das Unternehmen Neueinstellungen. Die Zahl der Mitarbeiter soll sich von rund 165 auf etwa 250 erhöhen. „Das neue Paket sichert unser Unternehmen“, zeigt sich Wilmering sehr zufrieden, der zunächst eine gründliche Bestandsanalyse des Streckennetzes plant. In diesem Zusammenhang dürfte es auch zu Kooperationen mit Weser-Ems-Bus kommen, um die Fahrten zu optimieren. Das ist auch im Linienbündel Harpstedt der Fall, das zum 1. August erneut an die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE) vergeben wurde. Auf den Strecken ist auch die Firma Wolters als Subunternehmer aktiv. - dr

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