EWE investiert rund 40 0 00 Euro in neue Kabelverzweiger / „Das rechnet sich für uns“

Wöbse: Wettbewerb dient der Sache

Andreas Roshop (2.v.l.) erläuterte Werner Richter, Herwig Wöbse und Ingo Fichter (v.l.) die Kabelverzweiger-Technik. - Foto: boh

HARPSTEDT -  Es sei zu begrüßen, dass es neben der Telekom weitere Anbieter gebe, „die in den Breitbandausbau investieren“, sagte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse gestern im Beisein von Fleckenbürgermeister Werner Richter und Gemeindedirektor Ingo Fichter während eines Pressegespräches mit EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop über zwei Kabelverzweiger, die das Internet in vielen Harpstedter Haushalten schneller machen sollen.

„Wettbewerb ist der Sache durchaus dienlich. Gäbe es ihn nicht, wären wir noch nicht so weit“, urteilte Wöbse.

In die beiden neuen Kabelverzweiger investiert die EWE nach Roshops Einschätzung jeweils rund 20 000 Euro einschließlich der Tiefbau-Aufwendungen. Einer davon ist bereits „Auf dem Steinkamp“ angeschlossen. Er werde aber doch nicht, wie kürzlich seitens der EWE vermeldet, 130, sondern wohl eher 100 Haushalte mit schnellem Internet und Datenübertragungsraten zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen. Will heißen: Häuser, die westlich des Leuchtenburger Wegs liegen, „werden keine große Verbesserung mehr merken“. Der zweite „Aktivtechnik-Außenschrank“, wie die EWE die Kabelverzweiger nennt, soll bis Ende des Jahres an der Amtsfreiheit (Höhe Nr. 28) installiert sein. Nutznießer sind 115 Haushalte im direkten Umfeld östlich der Ortsmitte – im Bereich Amtsfreiheit/L 776/Waldstraße/Hopfenweg.

Auf die Frage, ob die EWE Zuschüsse bekomme, erwiderte Roshop: „Nein, wir bauen eigenwirtschaftlich aus. Das rechnet sich für uns.“ Der Tiefbaubedarf sei minimal, das „Potenzial“ recht hoch. Der Kommunalreferent verhehlte nicht, dass der rasant gewachsene Bedarf an schnellem Internet die EWE vor große Herausforderungen stellt. „Vor fünf Jahren galten Haushalte, die Datenraten von weniger als zwei Mbit/s hatten, als unterversorgt. Heute sind sie das schon, wenn die Übertragungsraten bei unter 30 Mbit/s liegen“, erläuterte Ros-hop. Das Medienkonsumverhalten habe sich bekanntlich grundlegend geändert. „Heute hat ja fast alles eine Internet-Schnittstelle. Sogar die Kaffeemaschine, die mir meldet, dass der Kaffee fertig ist.“

Breitbandtechnik bedeute für Menschen und Firmen, so Herwig Wöbse, ein Stück weit Daseinsvorsorge. Wer sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfülle, der mache die Entscheidung für oder gegen den Erwerb eines Baugrundstücks mittlerweile oftmals auch von der Verfügbarkeit schnellen Internets abhängig. Unternehmen wünschten heutzutage sogar zum Teil „Glasfaserkabel bis ins Haus“, weiß Roshop. Wegen der beträchtlichen Kosten müsse hier aber im Einzelfall die Realisierbarkeit genau geprüft werden.

www.ewe.de

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