Alfred Panschar stöbert im Archiv / Werner Famulla war als Boxer aktiv

Wenn der „Hufschmied von der Delme“ zuschlägt

Wildeshausen -  Seit vielen Jahren lebt Werner Famulla mit seiner Ehefrau in der Kreisstadt, ist aus Klein Ippener hierher gezogen. Aber Famulla hatte auch einen anderen Namen, was vielen Wildeshausern nicht bekannt sein dürfte: „Hufschmied von der Delme“. Beim Stöbern im Archiv ist Alfred Panschar vom Bürger- und Geschichtsverein auf Berichte über den Boxer Werner Famulla gestoßen, die 1955 in der Wildeshauser Zeitung veröffentlicht wurden.

„Der ,Hufschmied von der Delme‘ wurde Bezirksmeister, Famulla besiegte Barufka nach Punkten“, titelte die WZ seinerzeit. Bei den Bezirksmeisterschaften des Bezirks Oldenburg, die am Sonnabend in der vollbesetzten Oldenburger Polizeihalle durchgeführt wurde, holte sich Werner Famulla als einziger der drei an der Endrunde teilnehmenden Delmenhorster den Bezirksmeistertitel durch einen Punktsieg über Barufka im Weltergewicht. Obgleich der junge Delmenhorster durch eine Erkältung indisponiert war und er viel Mühe hatte, dem besonders in der Deckungsarbeit vorzüglichen Oldenburger beizukommen, hatte er in der fünften Runde leichte Vorteile, sodass der Punktsieg verdient war.

„Der Delmenhorster ,Vorwärts‘-Boxer Famulla ist mit dabei, wenn am kommenden Karfreitag um 20 Uhr die komplette Meisterstaffel des Verbandes Weser-Ems in der Bremer Sporthalle auf dem Messegelände gegen die Auswahlmannschaft des Bremer Bezirks zum offiziellen Vergleichskampf antritt. Famulla boxt im Weltergewicht gegn keinen Geringeren als den Verbandsmeister H. v. Salzen, einen Rechtsausleger, der einen harten linken Haken schlägt. Der Meister mag technisch besser sein als der ,Hufschmied von der Delme‘, darüber gibt es kaum einen Zweifel, aber kämpferisch hat der Delmenhorster, den nur ein arges Missgeschick in der Meisterschaftsrunde straucheln ließ, ein Plus. Für ihn gibt es nur ein Ziel: vorwärts um jeden Preis. Famulla schlägt aus allen Lagen, sobald der erste Gong ertönt. Wenn der Meister nicht vorsichtig ist und sein empfindliches Kinn schützt, wird es um ihn geschehen sein, denn auch von Salzen ist verwundbar, und Famulla hat, wie man sagt, Dynamit in seinen Fäusten.

Es ist aber einerlei, wie weit es Famulla in der Meisterschaft bringen wird, wir wissen, dass der ,Hufschmied von der Delme‘ tadellos schlagen und dass sich der bescheidene, vorbildliche Sportler in allen Kämpfen neue Freunde erwerben wird, sodass die Stunde nicht mehr fern ist, in der Famulla als hartschlagender unerschrockener Draufgänger zum erklärten Lokalmatadoren der beiden Delmenhorster Boxringe wird“, heiß es weiter in der Wildeshauser Zeitung.

„Ja, das waren schon schöne Jahre und einige harte Kämpfe, von denen ich viele auch gewinnen konnte“, kommentiert Famulla seine Zeit als Boxer.

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