Stadt möchte Areal an das Land verkaufen / Geld für Erwerb und Umbau genehmigt

Weitere Hürde für die Polizei: Fläche für Parkplätze benötigt

Die Polizei nutzt ihre Gebäude an der Herrlichkeit wohl noch mindestens ein Jahr lang.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Verträge für den Ankauf einer Immobilie an der Daimlerstraße für das Wildeshauser Polizeikommissariat liegen seit Monaten beim Notar, das Geld für den Umbau ist von der Oberfinanzdirektion bewilligt. Doch es gilt, weitere Hürden zu überwinden, bis der Umzug der Dienststelle endlich über die Bühne gehen kann. Fehlten nach langen Verhandlungen um den Preis noch die nötigen Festsetzungen im Bebauungsplan, wird nun auch noch eine weitere Fläche für die Parkplätze benötigt. Diese soll jetzt von der Stadt zur Verfügung gestellt werden.

Eigentlich war die Parkplatz-Frage laut Investor Helmut Müller bereits geklärt. Er habe die Verträge mit dem Besitzer einer benachbarten Fläche bereits vorbereitet gehabt, dann habe dieser das Areal aber an den Pächter des darauf befindlichen Fitness-Studios verkauft. Damit hätte der Umzug der Polizei von der Herrlichkeit an die Daimlerstraße noch im letzten Augenblick scheitern können, weil ausreichende Parkflächen für Dienstfahrzeuge und die zweite Zufahrt gefehlt hätten. Nun wird aber wohl die Stadt einspringen und voraussichtlich ein Grundstück an das Land Niedersachsen verkaufen. Im Bebauungsplan wird es ebenso wie das Areal mit dem Gebäude als Fläche für den öffentlichen Gemeinbedarf mit der Zweckbindung Polizei ausgewiesen. Es handelt sich um ein 1 .150 Quadratmeter großes Grundstück hinter der geplanten Polizeifläche, das für 18 Euro pro Quadratmeter veräußert werden könnte. Von dem Erlös wären allerdings die Herrichtungskosten zur Baureifmachung abzuziehen. Sollten diese den Betrag von 18 Euro übersteigen, würden die Mehrkosten zu Lasten des Landes gehen, das auch die Kosten und die Durchführung der notwendigen Umgestaltungsarbeiten im Bereich des Regenrückhaltebeckens an der Ottostraße übernehmen würde. Weiterhin gehen die Ausgaben für Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen der Bauleitplanung zu Lasten des Landes. Hier entstehen voraussichtlich Belastungen in Höhe von rund 15. 000 Euro.

Alle Beteiligten hoffen nun, dass es nicht noch weitere Zeitverzögerungen gibt, denn auch der Umbau der Immobilie dürfte Monate dauern. Ohnehin muss der Verkauf des Grundstücks noch im Rat beschlossen werden. Das wird am 27. Oktober der Fall sein, sodass sich die Beteiligten im November zur endgültigen Vertragsunterzeichnung beim Notar treffen könnten.

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