Jugend-Sommercamp des Moto-Cross-Clubs Wildeshausen

„Weite Sprünge geben mir immer wieder einen Kick“

Die Kinder und Jugendlichen können es kaum abwarten, endlich auf die Bahn zu kommen, um zu trainieren. - Fotos: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sonnabendvormittag auf der Bahn des Moto-Cross-Clubs (MCC) Wildeshausen in Aumühle. Hier ist bereits seit Freitag das Jugend-Sommercamp der Moto-Crosser angesagt. Und es ist den Acht- bis 16-Jährigen anzusehen, dass sie „heiß“ sind und unbedingt auf die Bahn möchten. Aber alles zu seiner Zeit.

„Es ist das dritte Camp dieser Art“, sagt Roland Hadeler, der mit Helmut Brand und Dirk Menke die Leitung inne hat. Hinzu kommt Helmut Siegmann, der das Training mit den ganz jungen Fahrern leitet und zudem einige Leih-Crossmaschinen im „Gepäck“ hat. Nicht zu vergessen Sirko Dähnhardt, Niedersachsenmeister von 2014 und derzeitiger Nordcup-Führender, der für das eigentliche Sektionstraining zuständig ist.

„Die 21 Teilnehmer sind mit Feuereifer bei der Sache. Sinn des Camps ist es, die Maschinen besser kennenzulernen und die Fahrtechnik zu verbessern“, erklärt Hadeler, der jedoch noch einen großen Dank loswerden will: „Unser Trecker zum Schleppen der Bahn ist uns plötzlich kaputt gegangen. Spontan hat uns Landmaschinen Schröder für diese drei Tage kostenlos einen Schlepper zur Verfügung gestellt.“

Mit im Camp ist der 15-jährige Simon Menke, der dem Verein seit gut vier Jahren angehört. „Dieser Sport ist wie ein Virus. Wenn du einmal angefangen hast, willst du auch nicht mehr aufhören“, sagt der Schüler. Ein solches Camp sei wichtig, um sich sportlich weiterzuentwickeln: „Es macht einfach riesigen Spaß und gibt mir immer wieder einen Kick, wenn ich die Kurven möglichst schnell fahren und sehr weite Sprünge machen kann.“ „Aber immer alles mit der nötigen Vorsicht und dem Sicherheitsgedanken“, grätscht Hadeler verbal dazwischen.

Diese Aussage bestätigt auch Dähnhardt, der nicht nur Sektionstraining mit den Fortgeschrittenen macht, sondern auch theoretische Unterweisungen vornimmt: „Das gehört eben alles dazu. Es ist wichtig, dass die Jungs sicher Motorradfahren können und mit dem nötigen Respekt auf die Bahn gehen.“ 

Eine schlechte Fahrtechnik steigere unweigerlich das Risiko: „Auch die Motorradtechnik ist überaus wichtig, daher gehe ich in meinen Unterweisungen intensiv auf alles ein, was die Maschinen betrifft.“ Es gebe immer noch einiges an Unwissenheit, die es auszuräumen gelte. In puncto fahrerisches Können ist es dem Experten wichtig, den aktuellen Leistungsstand noch deutlich zu steigern: „Hier haben wir genügend Gelegenheit, das, was die Jungs können, noch zu verbessern, eben die Feinheiten rauszukitzeln.“

Das findet auch der 13-jährige Karl Schröder aus Großenkneten, der bereits seit fünf Jahren im Moto-Cross-Geschäft unterwegs ist. „Ich fahre eine KTM SX 85. Es ist cool, beim Fahren kann ich den Schulstress loswerden. Es ist einfach geil, auf der Strecke so richtig Gas zu geben.“ Er habe zwar keine Angst, aber dennoch Respekt vor Bahn und Motorrad: „Im Niedersachsencup liege ich zurzeit im Mittelfeld. Ich konnte aber ein Rennen wegen einer Verletzung an der Hand auch nicht mitfahren, sonst würde ich bestimmt etwas weiter oben stehen.“

„Das ist einfach eine tolle Gruppe. Die Jungs verstehen sich sehr gut und haben viel Spaß“, betont Hadeler. „Heute Morgen haben wir zum Aufwärmen erst einmal eine ausgiebige Fahrradtour gemacht. Ja, so ein Camp soll schließlich auch einiges an Abwechslung bieten.“

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