Evangelische Jugend und Diakonie Himmelsthür proben für inklusives Musical

Weihnachtslieder im Sommer

Rund 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligen sich am Weihnachtsmusical „Der Wirt“ – einem Pilotprojekt von Joe Kretzschmar-Strömer und Anke Strömer. - Foto: an

Wildeshausen - Wenn 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mitten im Sommer Weihnachtslieder proben, dann muss es sich um ein besonderes Projekt handeln. Genau das trifft auf das inklusive Weihnachtsmusical „Der Wirt“ zu, das die Evangelische Jugend Delmenhorst/Oldenburger Land unter der Leitung von Joe Kretzsch-mar-Strömer in Kooperation mit Bewohnern und Betreuern der Diakonie Himmelsthür unter der Leitung von Anke Strömer auf die Beine stellt. Mit dabei ist außerdem das durch mehrere Jugendliche erweiterte Dötlinger „Chörchen“ unter der Leitung von Markus Häger.

Nach dem ersten Treffen aller Mitwirkenden und Beteiligten am Freitagabend im Remter der Wildeshauser Alexanderkirche stehen bereits die einzelnen Workshop-Gruppen und Rollen fest. Auch für Technik, Ton, Requisiten und Bühnengestaltung fanden sich Teams zusammen.

Zur Aufführung kommen soll das Musical am Sonntag, 27. November, um 14 Uhr in der Kirchengemeinde Sandkrug, am Sonnabend, 3. Dezember, um 10 Uhr im Rahmen der Kinderkirche in Harpstedt, am Sonnabend, 4. Dezember, um 16 Uhr in der Diakonie Himmelsthür sowie am Sonnabend, 10. Dezember, um 17 Uhr im Jugendzentrum Wildeshausen.

„Groovige Songs, mal vom Chor, mal von den Schauspielern oder auch im Wechsel kennzeichnen unser Musical“, betonte Diakon Kretzschmar-Strömer, der gemeinsam mit seiner Frau Anke die Musik, die Songtexte und die Dialoge schrieb. Als Grundlage diente das Kinderbuch „Der Wirt“, das die Weihnachtsgeschichte aus Sicht des schlafbedürftigen Bethlehemer Wirts erzählt, der Maria und Josef im Stall Herberge gewährt.

Immer wieder, so erläuterte Kretzschmar-Strömer, wird der hundemüde Wirt in dieser denkwürdigen Nacht in seinem wohlverdienten Schlaf gestört, nicht nur von Josef, den Maria dazu nötigt, für das frierende Kind eine Decke zu holen, auch von den Hirten, den Königen, den Engeln, die das Geschehen mit einem Halleluja-Rap aufpeppen, – und selbst von den Sternen, die in dieser Nacht einfach zu hell leuchten.

Die Handlung wurde von Strömers modernisiert und mit humorvollen Extras ausgestattet. So blättern Maria und Josef emsig in einem Hotelführer, um eine Bleibe für die Nacht zu finden, die Weisen aus dem Morgenland, unter die sich auch Queen Mum gemischt hat, schlagen sich bei bewölktem Himmel mit den Tücken eines Navigationsgeräts herum, und in den Reihen der Hirten ist eine Plattdeutsch-Einlage geplant. Das Publikum darf sich außerdem auf eine kleine Mitmach-Aktion freuen.

Bis zum 28. Oktober heißt es für alle Beteiligten nun erst einmal, in Eigenarbeit Texte, Songs und Regieanweisungen üben. Denn dann steht die nächste gemeinsame Probe auf dem Plan. Für Kathrin Schmidt (17) aus Wildeshausen, Maybrit Großkopf (18) aus Ganderkesee und Lena Massow (16) aus Wildeshausen ist das schon Routine. Sie alle haben öfter in Musicals mitgewirkt – unter anderem im Oster-Mini-Musical unter der Leitung von Ralf Grössler. Auch in „Der Wirt“ verkörpern sie nun einige der Hauptrollen. Schmidt wird in die tragisch-komische Rolle des Hotelbetreibers „Zur guten Nachtruhe“ schlüpfen, dessen Etablissement im Hotelführer zwei Sterne bekommt, weil „die Geschäftsführung gerne lange schläft“. Großkopf spielt die in einigen Szenen leicht hysterische Maria, und Massow wird als Erzähler zu hören sein. - an

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