Vorlesetag an Hunteschule

Viertes Fragezeichen auf der Stirn von Landrat Harings

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„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ hat Pastorin Beatrix Konukiewitz mitgebracht.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Deutliche Gebrauchsspuren hat das Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende aufzuweisen, das Pastorin Beatrix Konukiewitz mit in die Wildeshauser Hunteschule gebracht hat. Neben ihr sind Landrat Carsten Harings, Bürgermeister Jens Kuraschinski sowie Pastor Markus Löwe der Einladung der Schulleitung gefolgt, am Freitag am bundesweiten Vorlesetag die Schüler mit Lektüre zu unterhalten.

„Das ist schon das dritte oder sogar vierte Buch dieser Art“, sagt die Pastorin. Vom ewigen Vorlesen für unsere Kinder ist es leider reichlich zerschlissen.“ Aber sie habe sich gerade diese Lektüre ausgesucht, weil sie schon vor Jahren auch bei ihren Kindern sehr beliebt gewesen sei: „Diese Geschichten sind einfach Kult, die gefallen sogar Erwachsenen.“

Schulleiter Thomas Trüper dankt zunächst den Akteuren: „Ich finde es gut und spannend, dass sie sich gerade für unsere Schülerschaft die Zeit genommen haben. Darin sehe ich auch eine gewisse Wertschätzung.“

Diese „Vorlage“ nimmt Harings umgehend auf: „Ich habe zum ersten Mal die Gelegenheit, an dieser Vorleseaktion teilzunehmen. Und ich habe die Einladung sehr gerne angenommen.“ Auf alle Fälle sei es eine Wertschätzung: „Denn unsere Hunteschule macht wie alle anderen Bildungseinrichtungen einen tollen Job.“

Da der Landrat selber kein Buch mitgebracht hat, bekommt er „Die drei Fragezeichen – der Mann ohne Augen“ von Christian Montillon von der Schule gestellt. „Jetzt hat aber der Landrat noch ein zusätzliches Fragezeichen auf der Stirn“, so Harings, der damit gerne zugibt, dass er diese Geschichtenreihe nicht kennt. Somit geht er praktisch mit vier Fragezeichen in die Klasse.

Während sich Wildeshausens Bürgermeister für „Es ist ein Elch entsprungen“ von Andreas Steinhöfel entschieden hat, liest Pastor Löwe aus „Erzähler der Nacht“ von Rafik Schami. „Es ist eine schöne Sache, dass sich die Hunteschule an dieser Aktion beteiligt“, so Löwe. Es werde leider immer seltener, dass Bücher in die Hand genommen werden: „Ich lege als Einstieg wohl mein Smartphone neben das Buch, mit den elektronischen Dingen kennen sich die Schüler sicherlich besser aus.“

Der Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von „Die Zeit“, Stiftung Lesen, und der Stiftung Deutsche Bahn. Der Aktionstag geht bereits seit 2004 jeweils am dritten Freitag im November über die Bühne. Mit diesem Tag soll öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens gesetzt werden. Ziel ist es, die Begeisterung fürs Lesen zu wecken.

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