So viele Besucher wie noch nie in der Einrichtung der Stadt Wildeshausen

Im Jott-Zett „brummt“ es

Einige Mitglieder des Ausschusses besuchten am Dienstag vor der Sitzung das Jugendzentrum.
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Einige Mitglieder des Ausschusses besuchten am Dienstag vor der Sitzung das Jugendzentrum.

Wildeshausen - Am Ende des vergangenen Jahres besuchten so viele Menschen das Wildeshauser Jugendzentrum Jott-Zett, dass es keine Sitzplätze mehr gab. In Spitzenzeiten waren fast 100 Personen gleichzeitig da.

Aktuell ist es nicht mehr ganz so voll dort, weil Flüchtlinge aus den Sporthallen fortgezogen sind, doch die drei Hauptamtlichen und die zwei Honorarkräfte haben an sechs Tagen in der Woche noch immer richtig viel zu tun. Davon konnten sich am Dienstag die Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie überzeugen. In praktisch jedem Raum war etwas los. Besonders gut besucht waren die Billard- und Kickertische, die Küche und der offene Eingangsbereich.

„Wir haben hier einen offenen Betrieb“, beschrieb Leiterin Imke Schmidt die Arbeit der Einrichtung. Das Jugendzentrum sei frei zugänglich sowie nationalitäten- und generationenübergreifend. Neben der aufsuchenden Sozialarbeit gehören Angebote wie Jugendfreizeiten, Ferienbetreuung, Wochenendfahrten und Jugendaustausche zu den regelmäßigen Aktivitäten. Tendenziell wird das Zentrum von Jugendlichen aus bildungsfernen Familien besucht. Die Altersspanne reicht von zehn bis 28 Jahren. „Das ist sehr gut verträglich und sehr friedlich“, erklärte Schmidt den Ausschussmitgliedern. „Wir wollen keine Leute wegschicken.“

Das wäre auch wenig sinnvoll, denn ein ganz wesentliches Ziel der Arbeit im Jugendzentrum ist die Integration. So gibt es Sprachkurse und arabisches Kochen, Familientage und ein integratives Schwimmangebot. Demnächst startet eine Fahrradwerkstatt, bei der nicht nur Räder repariert werden, sondern die Verkehrswacht und die Polizei auch Theorie vermitteln. „Wir bieten eine umfassende Begleitung und sorgen für Prävention“, erzählte Schmidt. „Wir können Probleme schnell erkennen.“

Von der Politik kam ein großes Lob zurück. „Wir sind dort sehr gut aufgestellt“, fand unter anderem Wolfgang Sasse (CDU). Er vermisse nur den Benefizlauf, der im vergangenen Jahr nicht stattgefunden habe. „Der kommt“, so Schmidt. „Im Juni heißt es ‚Laufen ohne Grenzen‘, und der Bürgermeister läuft auch mit.“

dr

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