„Rätsel in Stein“ zu Megalithkultur

TV-Team dreht an Gräbern

Landkreis - Unter dem Arbeitstitel „Rätsel in Stein“ war vor wenigen Tagen ein Filmteam im Auftrag der TV-Sender Arte und ORF auf der Straße der Megalithkultur im filmischen Einsatz. Im Rahmen einer europaweiten Recherche gehen die Kameraleute auf die Suche nach den ältesten Dolmen, Megalithgräbern und Steinkreisen.

Die Großsteingräber in Kleinenkneten sind ein Thema der Filmaufnahmen von Arte und ORF.

Ziel für die Aufnahmen in der Wildeshauser Geest waren der Heidenopferstein, Visbeker Braut und Bräutigam sowie die Kleinenkneter Steine, die alle zu den Niedersächsischen Landesforsten gehören. Geplant sind zwei 50-minütige Beiträge für die historischen Reihen der Sender. Es geht um die Menschen der Steinzeit und die Frage, ob die Frühgeschichte neu geschrieben werden muss, angesichts immer neuer Erkenntnisse über die Steinzeit. „Die Dreharbeiten laufen in diesem Jahr, mit einer Ausstrahlung ist daher nicht vor 2017 zu rechnen“, so Rainer Städting von den Landesforsten.

Gut 5.000 Jahre ist es her, dass Steinzeitmenschen mit ihren begrenzten Mitteln hier im Nordwesten große Findlinge transportierten und dann zu gewaltigen Grabanlagen auftürmten. Ein gutes Dutzend dieser Grabanlagen in der Region gehören zum Forstamt Ahlhorn und werden von dort mithilfe von Partnern gepflegt und offen gehalten. Die Großsteingräber der Trichterbecherkultur sind nicht die einzigen Megalithbauten. Es zählen auch Steinkreise, Steinreihen, Tempel und sogenannte Menhire (einzeln aufgerichtete Steine) dazu. Derartige Bauten kann man von Südskandinavien bis Nordafrika antreffen. Sehr bekannt sind Stone-henge in Südwestengland, die Steinreihen von Carnac in Westfrankreich oder die Tempelbauten auf der Insel Malta.

Zunehmendes Interesse

Bereits vor drei Jahren drehte der Sender 3sat einen Beitrag über die Straße der Megalithkultur, die 2013 „Kulturweg des Europarates“ war. „Ich denke, das zunehmende Interesse renommierter Fernsehsender ist, auch der erfolgreichen Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Straße der Megalithkultur und dem europäischen Zusammenschluss Megalithic Routes zu verdanken, gestärkt und getragen durch gute Kooperationen mit den Naturparkgemeinden entlang der Megalithstraße und dem Forstamt Ahlhorn“, lobt Iris Gallmeister vom Naturpark Wildeshauser Geest die Entwicklung.

Das Fernsehteam hat auf seiner filmischen Reise durch den Nordwesten Megalithen in Apeldoorn, Werlte und Vrees aufgenommen, bevor es in die Wildeshauser Geest kam. Anschließend stehen Dreharbeiten und Interviews mit Experten auf Sylt, bei Flensburg und Eckernförde sowie anschließend in Dänemark auf dem Programm.

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