Verein möchte weiter Tierschutzhof in Hanstedt realisieren 

Tierschutzgruppe: Neuer Antrag auf Zuschuss

Auch Kaninchen wie „Bounty“ sollen in Hanstedt untergebracht oder möglichst schnell vermittelt werden. - Foto: TSGW

Wildeshausen - Nach der Vergabe der Fundtierverträge ist in der Stadt Wildeshausen schon wieder vor der Vergabe. Der aktuelle Vertrag mit der Tierpension Mahlstedt in Ganderkesee-Schönemoor läuft nur für ein Jahr und endet somit am 30. Juni 2017. Deshalb muss die Stadt schon bald den neuen Vertrag ausschreiben, der nach Möglichkeit eine Dauer von fünf Jahren haben soll.

Bei einem Blick auf die Vorlagen für den Ausschuss Finanzen, Controlling und Wirtschaft, der am Donnerstag, 15, September, ab 18.15 Uhr im Stadthaus tagt, entsteht der Eindruck, dass sich an der Situation von vor wenigen Monaten nicht viel geändert hat. Erneut beantragt die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) einen Baukostenzuschuss für den Umbau eines Stallgebäudes in Hanstedt in einen Tierschutzhof. Dort sollen Fundkatzen und

-kleintiere untergebracht werden. Eventuell soll das Gebäude zudem in einem zweiten Bauabschnitt nochmals umgebaut werden, um auch Fundhunde unterbringen zu können, die derzeit in eine Pflegstelle kommen.

Die TSGW benötigt 40.000 Euro von der Stadt, 40.000 Euro könnte sie selbst aufbringen. Dazu rechnet die Gruppe mit rund 65.000 Euro Spenden und setzt zehn Prozent der veranschlagten Kosten in Höhe von knapp 1600.00 Euro als Eigenleistung ein.

Wie aus den Ausschussunterlagen hervorgeht, die am 7. September erstellt wurden, hat der Landkreis auf Nachfrage mitgeteilt, dass die für die Inaussichtstellung der Tierhaltungserlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes notwendigen Unterlagen, ein genehmigungsfähiger Bauantrag einschließlich Personal- und Organisationskonzept, noch nicht vorliegen. Es ist jedoch noch vor der Ausschusssitzung ein Gespräch mit dem Vorstand der TSGW geplant. Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses zum Umbau soll es nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung sein, dass bis spätestens 20. Oktober ein genehmigungsfähiger Bauantrag sowie das Personal- und Organisationskonzept beim Landkreis vorliegt. Erst dann kann auch die Fundtierunterbringung vertraglich geregelt werden. Die TSGW beziffert ihre laufenden Kosten im aktuellen Jahr auf knapp 150.000 Euro. Die Tierpension Mahlstedt bekommt jährlich eine Pauschale von 70. 000 Euro. Eine ähnlich hohe Summe dürften auch die Tierschützer für einen neuen Vertrag mit der Stadt Wildeshausen veranschlagen. 

dr

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