Intensiven Kontrollen nach wiederholten Beschwerden

Radfahrer auf Abwegen im Visier der Polizei

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Diese Schülerinnen befahren den Radweg an der Deekenstraße auf der falschen Seite und überqueren die Visbeker Straße. 

Wildeshausen - Immer wiederkehrende Beschwerden über das verkehrswidrige und zum Teil auch gleichgültige Verhalten vieler Fahrradfahrer im Stadtgebiet von Wildeshausen veranlassen die Polizei, in den nächsten Wochen der offensichtlich sinkenden Verkehrsmoral vieler Radfahrer entgegen zu wirken.

Laut Pressestelle der Polizei sollen dabei verschiedene Fehlverhaltensweisen ganz besonders kontrolliert werden. Dabei geht es unter anderem um das Fahren entgegen der Einbahnstraße, Missachtung des Rotlichts an den Ampeln, Befahren des Wochenmarktes trotz des Durchfahrtsverbots und insbesondere die falsche Benutzung des Radweges (auf dem Gehweg fahren/falsche Straßenseite nutzen), das Fahren mit beidseitigen Kopfhörern im Ohr (beschränkte akustische Wahrnehmung des Straßenverkehrs) sowie das Telefonieren während der Fahrt.

„Gerade die falsche Radwegnutzung – oft aus reiner Bequemlichkeit – führt an Kreuzungen und Einmündungen immer wieder zu gefährlichen Konfliktsituationen“, so Polizei-Pressesprecherin Melissa Oltmanns. „Autofahrer rechnen nicht unbedingt mit Radfahrern, die aus der falschen Richtung kommen. Das entbindet sie allerdings nicht von ihrer Sorgfaltspflicht, den gesamten Verkehr beim Einbiegen in eine vorfahrtsberechtigte Straße im Auge zu behalten. Bei Kollisionen werden die Versicherungen aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine entsprechende Mitschuld des Radfahrers feststellen und dies bei der Schadensregulierung zu seinen Lasten berücksichtigen.“ 

Ähnlich wie bei Autofahrern sei insbesondere bei jugendlichen Radfahrern zusehends zu beobachten, dass während der Fahrt telefoniert und auch gelegentlich ein Smartphone im „Einhandbetrieb“ genutzt werde. „Dies beeinträchtigt die Aufmerksamkeit erheblich“, so Oltmanns. „In der nun dunklen Jahreszeit werden darüber hinaus auch verstärkt wieder die Beleuchtungskontrollen anberaumt.“ Verstöße würden von den Beamten konsequent mit einem Verwarngeld geahndet. „Derartige Fehlfunktionen sind hinlänglich bekannt und werden daher fast immer vorsätzlich in Kauf genommen“, stellt die Polizei fest. 

dr

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